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Scheuring

29.01.2019

Luftpistole: Scheuring kehrt in die 1. Bundesliga zurück

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Scheurings Luftpistolen-Mannschaft kommt aus dem Feiern kaum mehr raus: David Probst, Sebastian Heinisch, Philipp Ranzinger, Thomas Ranzinger und Oliver Balg (von links) sind in die 1. Bundesliga aufgestiegen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Edelweiß-Schützen schaffen erneut den Aufstieg in die 1. Bundesliga - und wollen dort bleiben. Jetzt denkt der Verein sogar über Neuzugänge nach.

Die Edelweiß-Schützen Scheuring wollen es noch einmal wissen: Die Luftpistolen-Mannschaft hat erneut den Aufstieg in die 1. Bundesliga Süd geschafft. Die Scheuringer zogen bei den spannenden und auf hohem Niveau stehenden Aufstiegskämpfen in Ostfildern/Ruit alle Register ihres Könnens und schafften mit der zweitbesten Gesamtringzahl den erneuten Einzug in die höchste deutsche Pistolenklasse. Und diesmal soll es für die "LT-Mannschaft des Jahres" nicht bei einer Saison bleiben, wenn es nach Schützenmeister Franz Berghofer geht.

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Als Wettkampfsieger wird Hilpoltstein die Scheuringer auf diesem spannenden Weg begleiten. Damit gibt es im Herbst für eines der sportlichen Aushängeschilder im Landkreis Landsberg eine Neuauflage des Abenteuers 1. Bundesliga. Die eigene Rekordmarke von 1866 Ringen war für die Lechrainer nötig, um nach dem ersten Durchgang mit vier Ringen Vorsprung vor den beiden Hauptkonkurrenten in Führung zu gehen. Hatte man Hilpoltstein ohnehin als schärfsten Widersacher eingeschätzt, so wuchs der Südwestmeister Willmandingen um rund 20 Ringe über seine Leistungen in der Punktrunde hinaus. Hilpoltstein konnte in Teil zwei Durchgang noch einmal eine Schippe drauflegen und sich insgesamt an die Spitze setzen.

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Da aber Willmandingen kein weiterer Kraftakt gelang, war der Scheuringer Aufstieg nicht mehr in Gefahr. Auch 1851 Ringe in Teil zwei waren eine beachtliche Ausbeute. Der vierte Bewerber Aalen-Neßlau brachte nur vier Aktive an den Stand und hatte somit von Beginn an keine Chance.

Thomas Ranzinger trumpft auf

Im Team der Lechrainer zeigten beim Auftakt die beiden Youngster David Probst (380) und Philipp Ranzinger (375) mit ihren tollen Auftritten keinerlei Lampenfieber. Beim zweiten Durchgang hatte dann Thomas Ranzinger seinen großen Auftritt. Nach überwiegend durchwachsenen Leistungen bei der Punktrunde knüpfte der Routinier mit 377 Ringen an seine besten Zeiten an. Bereits beim Auftakt (373) war er deutlich über seinem Schnitt bei den diesjährigen Punktkämpfen gelegen. Oliver Balg – Nummer eins der Lechrainer in der 2. Bundesliga – bewies mit jeweils 375 Ringen in beiden Durchgängen seine große Klasse. Mannschaftsführer Sebastian Heinisch erreichte zwar nicht ganz seinen Saisonschnitt, aber auf seine Zuverlässigkeit war wie gewohnt Verlass. Jetzt darf am Freitag im eigenen Schützenheim die Rückkehr ins deutsche Oberhaus erst einmal gebührend gefeiert werden.

Scheuring will von seinem bisherigen Prinzip abweichen

Dann hat man genügend Zeit, die Weichen für die 1. Bundesliga zu stellen, in der es beim Kurzbesuch in der Saison 2017/18 nicht einen einzigen Punktgewinn gab. „Für die 2. Bundesliga zu gut, für die 1. Liga zu schwach“, bilanzierte Scheurings Schützenmeister Franz Berghofer die vergangenen Jahre. „Doch nun werden wir alles versuchen, damit es diesmal besser läuft“, nimmt sich der Scheuringer Schützenmeister vor. In der Mannschaft stecke jedenfalls viel Potenzial. Aber: Im Gegensatz zum ersten Aufstieg schließt er diesmal Verstärkung von auswärts nicht aus. Vor zwei Jahren hatten die Scheuringer voll auf das „Einheimischenmodell“ gesetzt und auf Verstärkung von außerhalb verzichtet. Das könnte sich diesmal ändern, sagt Berghofer: "Wir werden niemanden abwerben, aber wenn sich etwas anbietet, werden wir nicht ablehnen."

Denn sein Ziel ist es, ein zweites Jahr in der Bundesliga zu bleiben. „Im ersten Jahr haben wir zu Hause wieder nur einen halben Wettkampf“, blickt der Schützenmeister auf die kommende Saison. Im zweiten Jahr würde sich das ändern und „wir trauen uns schon zu, einen großen Wettkampf in Scheuring auszurichten“. Außerdem stehe mit ziemlicher Sicherheit Oliver Balg nicht bei allen Auswärtswettkämpfen zur Verfügung.

Der Nachwuchs steht in den Startlöchern

Aus den eigenen Reihen könne man die Mannschaft noch nicht auffüllen. „Wir haben sehr guten Nachwuchs, aber der ist noch nicht ganz so weit.“ Eines stehe aber auf jeden Fall fest, nämlich dass ein möglicher Neuzugang in erster Linie zur Mannschaft passen müsse. Wo dieser dann herkomme, das stehe an zweiter Stelle. Aber auch Klaus Hopfensitz, der in die zweite Mannschaft wechselte, soll das Bundesliga-Team verstärken, denn „wir wollen den Schwerpunkt auf die erste Mannschaft legen“, sagt Berghofer.

  • Qualifikation zur 1. Bundesliga Süd: 1. Hilpoltstein 3729 Ringe (1. Durchgang 1862/2. Durchgang 1867); 2. Scheuring 3717 (1866/1851); 3. Willmandingen 3698 (1862/1836)¸4. Aalen-Neßlau 2922 (1467/1455); Einzelergebnisse Scheuring: Oliver Balg 750 (375/375); Thomas Ranzinger 750 (373/377); David Probst 745 (380/365); Philipp Ranzinger 744 (375/369); Sebastian Heinisch 728 (363/365)

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