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Trainer-Tipp

25.04.2015

Mal hopp, mal top – aber dafür gibt es Gründe

Bis Saisonende gibt noch Gerhard Gleißner beim TSV Geltendorf die Kommandos.

Geltendorf hat sich schon auf die Relegation um den Klassenerhalt eingestellt

Für Gerhard Gleißner würde eigentlich am 7. Juni die Zeit als Trainer beim TSV Geltendorf enden. Doch es ist eher unwahrscheinlich, dass es wirklich sein letzter Tag ist: Momentan sitzen die Geltendorfer in der Kreisklasse 1 auf einem Relegationsplatz und „wir haben uns schon auf diese Entscheidungsspiele eingestellt“, sagt Gleißner. Dass man noch den direkten Klassenerhalt schafft (aktuell acht Punkte Rückstand), sei eher unwahrscheinlich, so der Geltendorfer Trainer. „Wenn es klappen sollte, nehmen wir es natürlich mit“, meint Gleißner – realistisch gesehen wird es aber wohl in die Relegation gehen. Wichtig ist, den direkten Abstieg zu verhindern, und da hat man immerhin auch neun Zähler Vorsprung.

Einzuschätzen sind die Geltendorfer nur sehr schwer: Einem 2:1-Sieg gegen Inning folgte eine 0:8-Klatsche gegen Oberweikertshofen – nur als Beispiel. „Das hängt einfach davon ab, ob wir komplett auflaufen können oder nicht“, hat Gleißner die Erklärung sofort parat.

Genügend Spieler stünden dem Verein zur Verfügung – auch für zwei Mannschaften. Die Zahl der Spieler, die in der Kreisklasse antreten können, sei aber eher gering. „Dazu haben wir noch Studenten, die in Rosenheim an der Uni sind und zwei Polizisten, die immer wieder Schichtdienst haben“, so der Trainer.

Trotzdem will man die Kreisklasse unbedingt halten, auch wenn es in der kommenden Saison nicht viel besser werden wird. „Es kommen zwei, drei aus der Jugend“, sagt Gleißner. Diese in der Seniorenmannschaft einzugliedern wird aber nicht mehr seine Aufgabe sein. „Ich habe dem Verein schon im Winter mitgeteilt, dass ich nach der Saison aufhöre“, sagt er. Das habe nichts mit der Mannschaft oder dem Verein zu tun – im Gegenteil. Aber der Aufwand – Gleißner wohnt in Seefeld – sei einfach enorm. „Außerdem bin ich seit 45 Jahren im Fußball tätig, seit 25 Jahren Trainer“, und deshalb brauche er mal eine Pause.

Wobei er diese – vermutlich – erst mit Verspätung einlegen kann. „Wir hoffen, dass wir auf dem ersten Relegationsplatz bleiben und dann haben wir noch zwei Spiele, in denen wir den Klassenerhalt schaffen können“, blickt er nach vorne. Dass auch in dieser Saison wieder zwei Spiele ausgetragen werden, sieht er als Vorteil. „So hat man noch eine zweite Chance, wenn man im ersten Spiel eine schlechte Tagesform hatte, oder auch Pech mit einer Schiedsrichter-Entscheidung.“ Und was in einem Rückspiel alles möglich ist, hat ja zuletzt eindrucksvoll der FC Bayern München gegen Porto gezeigt.

Sein Spiel fürs Wochenende hat Gleißner – nach anfänglichem Zögern – getippt: „Ich bin optimistisch“, meinte er und sagte einen Geltendorfer Sieg vorher.

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