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Pflugdorf

04.12.2018

Motorradpilot Schrötter will weiter nach oben

Motorradrennfahrer Marcel Schrötter hat eine erfolgreiche Saison hinter sich. 2019 will er in der Moto2-Serie aber noch bessere Resultate einfahren.
Bild: Siegfried Rebhan

Die Saison 2018 in der Moto2-Serie war für den Rennfahrer Marcel Schrötter aus Pflugdorf die bislang beste seiner Karriere. Er reagiert auf die Kritik eines Kollegen.

Nach der Saison ist vor der Saison. Deshalb musste der Pflugdorfer Motorrad-Profi Marcel Schrötter nach dem letzten Saison-Rennen in Valencia noch eine Woche im spanischen Jerez „nachsitzen“. Auf dem andalusischen „circuito“ fanden bereits die ersten offiziellen Tests für die Saison 2019 statt.

„Wir haben neue Motoren bekommen, sind von Honda zu Triumph gewechselt“, erzählt Schrötter. Heißt: künftig Drei- statt Vier-Zylinder und damit „mehr Drehmoment und mehr Druck, mehr Power und besseres Beschleunigen aus den Kurven“. Erster Eindruck: „Sehr positiv, ein sehr guter Schritt nach vorne“, sagt der 25-Jährige. Der ist auch nötig. Denn der Moto2-Pilot hat fürs neue Jahr ein klares Ziel: „Da zählen keine Top-Ten-Platzierungen mehr, jetzt müssen Top-Drei-Plätze her.“

Das Podest will er nächstes Jahr noch öfter erklimmen

Unter die ersten drei und damit aufs Podium schaffte es Schrötter 2018 nur einmal. Das war Anfang September der dritte Platz beim San Marino-Grand Prix in Misano, der bislang größte Erfolg seiner Karriere. Jetzt blickt er auf seine bislang beste Saison zurück. 18 Rennen, 15 Mal in den Top-Ten, zuletzt Siebter in Valencia, nur dreimal ausgeschieden. Mit 147 Punkten erreichte er in der WM-Gesamtwertung Rang acht, punktgleich mit Luca Marini. Der Halbbruder von Valentino Rossi wurde aber offiziell Siebter, da er in Sepang (Malaysia) gewonnen hatte.

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Interner Triumph für den Pflugdorfer: Er gewann das Duell gegen seinen Teamkollegen Xavi Vierge klar. Der Spanier belegte mit 131 Punkten Rang elf. „Den Teamkollegen will man immer schlagen. Das ist ganz wichtig. Zumal im Vorfeld viele gesagt haben, dass er schneller ist als ich. Aber ich wusste, dass ich auch sehr schnell sein kann.“ Vierge wird das Memminger Dynavolt Intact GP-Team verlassen und künftig für das belgische Marc VDS-Team starten – weil er bei Dynavolt zu sehr im Schatten Schrötters stand.

2019 bekommt Schrötter einen neuen Teamkollegen

Marcel Schrötters Fazit zu 2018: „Sicher eine gute Saison, auf die wir aufbauen können. Team, Sponsoren und Chefs sind happy. Auch wenn alle wissen, dass in vielen Rennen mehr möglich gewesen wäre. Das Ziel heißt, sich zu verbessern. Wenn wir weiter so hart arbeiten, können wir nächstes Jahr sehr viel erreichen. Dann sollte es möglich sein, ganz vorne mitzufahren.“

Der ehemalige Moto2-Weltmeister Stefan Bradl, 28, hatte Schrötter zuletzt in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen vorgeworfen, ihm fehle die Zweikampf-Aggressivität. „Auf einzelnen Runden, auf denen er alleine unterwegs ist, ist er stark und konstant. Doch im Rennen hätte er mehr zeigen können. Das Potenzial hat er, er kann öfter aufs Podest“, sagte der Augsburger über Marcel Schrötter.

Hier lesen Sie das Interview: Motorrad-Pilot Bradl: „Diese Aktion ist das Allerletzte“
Das ist Kritik, mit der der 25-Jährige leben kann: „Ich gebe ihm teils recht, teils aber auch nicht. Es liegt doch nicht daran, dass ich mich nicht traue, Angst habe oder Rücksicht nehme. Sonst wäre ich in Australien doch nicht vom 33. auf den neunten Platz gefahren“, sagt der 25-Jährige.

Bis Weihnachten macht er erst einmal Pause

Und er erklärt auch: „Moto2 ist eine brutale Klasse. Da gibt es viele, die ohne Kopf fahren und einfach reinhalten. Dazu gehöre ich nicht. Mein Problem ist, dass es oft in den ersten Kurven oder in den ersten Runden nicht optimal lief. Aber das hat nichts mit fehlender Aggressivität zu tun.“ Sondern? Schrötter: „An Entscheidungen, die ich im Rennen treffen muss. Vielleicht überlege ich einfach einmal mehr als nötig.“ Wichtigste Aufgabe daher im neuen Jahr: „Endlich die Probleme in den ersten Runden in den Griff bekommen.“

Jetzt sind die Tests vorbei. Bis Weihnachten hat Marcel Schrötter erst mal Pause. „Zwei Wochen mach’ ich jetzt erst mal gar nichts.“ Doch ein bisschen Sport, „aber kein gezieltes Training“, muss trotzdem sein: Fußball mit den Kumpels, Krafttraining im Studio und ein paar Motocross-Einheiten in Italien. „Aber alles nur just for fun“, sagt er. Ernst wird’s schnell genug wieder...

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