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Pflugdorf

23.01.2020

Motorradrennfahrer Marcel Schrötter will sich einen großen Traum erfüllen

Marcel Schrötter bereitet sich derzeit auf die neue Moto2-Saison vor. Es soll seine letzte werden, denn der 27-jährige Plfugdorfer hat ehrgeizige Pläne.
Bild: Dynavolt Intact GP/FGlänzel (Archiv)

Plus Der Rennpilot aus Pflugdorf bereitet sich derzeit in Kalifornien auf die neue WM-Saison in der Moto2 vor. Ist es seine letzte Saison in dieser Klasse? Der 27-Jährige verfolgt ehrgeizige Pläne.

Die Enttäuschungen der vergangenen Saison, als er in der zweiten Hälfte nicht mehr an den guten Auftakt anknüpfen konnte und zudem die Team-Weltmeisterschaft in letzter Sekunde ganz knapp verpasste, sind längst vergessen. Es war ja trotz allem sein bislang bestes Jahr. Marcel Schrötters ganze Konzentration gilt jetzt der neuen Moto2-Saison, in der Deutschlands bester Motorradfahrer ein ganz großes Ziel hat.

Der Pflugdorfer will nach der kommenden Saison noch mal „aufsteigen“: Er will in die Moto-GP, die Königsklasse der Allerbesten. „Der Zeitpunkt wäre ideal. Zum einen laufen in der MotoGP fast alle Verträge aus, zum anderen wollen und brauchen sie da auch einen deutschen Fahrer.“ Und da spricht natürlich viel für den 27-Jährigen. Denn er wird 2020 der einzige deutsche Fahrer in den drei Weltmeisterschaftsklassen (MotoGP, Moto2 und Moto3) sein, da Jonas Folger zu den Superbikes wechselt.

Schrötter benötigt für einen Aufstieg die entsprechenden Resultate

Für den angepeilten „Aufstieg“ braucht Schrötter Top-Resultate. Er weiß: „Dafür reichen keine sechsten oder siebten Plätze. Das geht nur über gute Platzierungen, das muss man sich verdienen. Ich muss liefern und in jedem Rennen vorne mitfahren, dann sehe ich eine realistische Chance. Wenn ich es schaffen will, dann sollte es nach dieser Saison passieren. Denn je länger es dauert, desto schwieriger wird es. Und ich bin mit 27 ja auch nicht mehr der Jüngste...“

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Der Motorradpilot im Gespräch mit dem Landsberger Tagblatt: „In der MotoGP wird man bekannter und verdient natürlich auch mehr Geld. Die Königsklasse ist das Höchste, was ich fahren kann. Sie ist mein Traum und mein Ziel.“

Um dieses große Ziel zu erreichen, hat der Profi vom Memminger Liqui-Moly-Intact-GP-Team auf Winterurlaub verzichtet. Im Dezember ließ er erst die Schraube aus dem im Sommer 2017 gebrochenen Kahnbein entfernen, trainierte dann daheim in Pflugdorf in seinem Keller. Anfang Januar ging’s nach Spanien: „Ich bin voll im Trainingsbetrieb“, erzählt er. Rad- und Motocrossfahren und zuletzt vier Tage Superbike-Runden auf der Rennstrecke in Cartagena standen auf dem Programm. Mittlerweile ist er nach Kalifornien geflogen, wird dort zwei Wochen täglich auf dem Mountainbike und an der Grundlagen-Ausdauer arbeiten. „Da war ich letztes Jahr den ganzen Januar. Das ist immer eine coole und sehr intensive Zeit.“

Marcel Schrötter bereitet sich derzeit auf die neue Moto2-Saison vor. Es soll seine letzte werden, denn der 27-jährige Plfugdorfer hat ehrgeizige Pläne.
Bild: Siegfried Rebhan (Archiv)

Und danach geht’s endlich auf die neue, leicht überarbeitete Rennmaschine (neues Chassis, größerer Vorderreifen). Schrötter: „Am 13. und 14. Februar stehen die ersten privaten Tests und eine Woche später die ersten offiziellen Testfahrten in Jerez auf dem Programm.“ Vorher darf er nicht auf seine Kalex. Grund: Um die Chancengleichheit zu wahren, herrscht im Dezember und Januar ein Testverbot. Das ist erst ab dem 1. Februar für alle Fahrer aufgehoben.

Testfahrten sind erst ab 1. Februar erlaubt

Marcel Schrötter hat seine Wintervorbereitung leicht modifiziert und optimiert, um seinem besten, aber dennoch nicht ganz zufriedenstellenden Jahr (drei Podestplätze, Rang acht in der Gesamtwertung) ein noch besseres folgen zu lassen. „Ich will die ganze Saison so durchziehen, wie ich die letzte angefangen habe“, sagt er. „Ich werde mich nicht hinstellen und sagen, mein Ziel ist der Titel. Aber ich will in jedem Rennen vorne mitfahren und ums Podium mitkämpfen – dann fährt man automatisch um den Titel mit, dann kommt der Rest von ganz allein.“

Ernst wird es am 8. März in Katar. Dort steht das erste von 20 Rennen (wieder alle live im Fernsehen auf ServusTV) auf dem Programm. Vor einem Jahr fuhr Marcel Schrötter im Wüstenstaat zum Auftakt als Dritter hinter seinem Teamkollegen Tom Lüthi gleich mal aufs „Stockerl“. Das ist auch 2020 das Ziel des Pflugdorfers.

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