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Motorsport

13.10.2020

Motorsport: Die Stürze hinterlassen bei Marcel Schrötter Spuren

Vier Stürze an einem Wochenende – das hatte Marcel Schrötter noch nie erlebt und macht auch ihn nachdenklich.
Bild: Glänzel (Archiv)

Plus Der Motorrad-Profi Marcel Schrötter blickt auf ein Horror-Wochenende zurück. Zum ersten Mal kommen bei dem 27-jährige Pflugdorfer Zweifel auf.

Motorrad-Profi Marcel Schrötter aus Pflugdorf hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Aber so etwas wie zuletzt beim Grand Prix von Frankreich in Le Mans ist ihm noch nie passiert. Gleich vier Stürze an einem Wochenende, das war eine ganz neue Erfahrung für den 27-jährigen Moto2-Piloten, der das Rennen trotzdem aber noch auf Platz zehn beendete (wir berichteten). Spurlos sind diese Stürze dennoch nicht an ihm vorübergegangen.

Gleich vier Mal flog Schrötter im Training von der Strecke: „Wenn man in fast jeder Session einen Crash baut, wirkt sich das natürlich nachteilig auf das Selbstvertrauen aus“, gibt er zu.

Schrötter schlägt beim Sturz mit dem Kopf auf

Dabei passierte der Sturz im Warm-up vor dem Rennen auch noch bei hoher Geschwindigkeit – und zum ungünstigsten Zeitpunkt. „Das war nach den harmlosen Ausrutschern zuvor ein Highspeed-Crash, bei dem ich mir den Kopf leicht angeschlagen habe. Nach diesem vierten Sturz war das Selbstvertrauen komplett weg“, erzählt Marcel Schrötter.

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Und er verrät: „Da fängt man irgendwann an, zu überlegen, ob man überhaupt noch auf das Motorrad steigen will. Das mag sich vielleicht schlimm anhören, aber so etwas kenne ich normal von mir nicht. Die Vorbereitung war wirklich zäh dieses Mal.“

Der Pflugdorfer holt noch einen WM-Punkt

Umso erstaunlicher, dass der Pflugdorfer im Rennen noch in die Top-Ten fuhr. Er musste von Platz 18 starten, überholte immerhin acht Konkurrenten und beendete den Grand Prix auf Rang zehn. „Das war nach diesem Desaster-Wochenende wenigstens noch gute Schadensbegrenzung“, sagt der Kalex-Pilot vom Memminger Liqui-Moly-Intact-GP-Team. In der WM-Gesamtwertung belegt er nach zehn Rennen mit 60 Punkten aktuell Rang elf.

Marcel Schrötter hat die Stürze weggesteckt und will am Wochenende in Spanien wieder angreifen.
Bild: Glänzel (Archiv)

Die Chance, sich zu verbessern, hat Schrötter schon am Wochenende: Dann findet der erste von zwei WM-Läufen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Motorland Aragon (Spanien) statt. Marcel Schrötter: „Dort gilt es, all die Rückschläge wegzustecken und in alter Stärke zurückzukommen.“

ServusTV überträgt die Quali am Samstag (15.10 Uhr) und das Rennen am Sonntag (12.20 Uhr) wieder live.

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