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Motorsport Skijöring

13.01.2019

Motorsportler haben die Gunst der Stunde genutzt

Alexander Karl (links) und Matthias Graf vom MSC Reichling belegten in der Klasse 5 den zweiten Platz, sie mussten sich nur ihren Vereinskollegen Thomas Streif und Roman Gindhart geschlagen geben.
Bild: Thorsten Jordan

Der MSC Reichling organisiert kurzfristig einen Lauf zur Zugspitzmeisterschaft im Skijöring. Die tollkühnen Fahrer und Skifahrer locken rund 1000 Zuschauer an.

Spontane Entscheidungen sind manchmal gar nicht so schlecht: Diese Erfahrung machte der MSC Reichling, der angesichts der guten Schneelage kurzfristig für vergangenen Freitag zum Nacht-Skijöring eingeladen hatte. Trotz Sturmböen und Schneegestöber pilgerten rund 1000 Motorsportfans auf das MSC-Vereinsgelände, um das Spektakel zu verfolgen. „Unglaublich, dass so viele Leute gekommen und trotz dieses Wetters auch so lange geblieben sind“, staunte Thomas Schelle, Zweiter Vorsitzender des MSC, der mit über 50 Helfern dafür sorgte, dass das Nachtrennen unter Flutlicht reibungslos über die Bühne ging.

Hier gibt es viele Bilder von dem Nachtrennen

In der Nacht ein ganz besonderes Spektakel

„Die Bahn ist in einem Topzustand“, gab es von den Fahrern auch großes Lob an die Organisatoren, die in kürzester Zeit ein 400 Meter langes Schnee-Oval ins Gelände gezaubert hatten. Wobei der Untergrund etwas Probleme bereitete. „Der Boden ist nicht durchgefroren,“ erklärte Schelle. Die Strecke war so bereits nach wenigen Rennen, die je über drei Runden gingen, sehr tief. Dadurch musste der Bahndienst öfter als geplant ausrücken. Das Programm für die 60 Teilnehmer in den sieben Klassen musste deshalb etwas gestrafft werden. Statt drei gab es nur zwei Vorläufe, in denen sich die Motorräder mit dem Skifahrer am Seil im Schlepptau spannende Duelle lieferten.

Ein guter Start ist enorm wichtig

Nach den Platzierungen wurden Punkte vergeben, wobei sich dann die Punktbesten für die beiden Finals qualifizierten. „Ein guter Start ist die halbe Miete“, meinte Streckensprecher Alex Graf, der seinen erkrankten Vater Reinhold am Mikrofon vertrat. Mit seinem Insiderwissen aus der Fahrerszene und seinen fachmännischen Kommentaren überzeugte Graf junior bei seiner Sprecher-Premiere absolut.

Gleiches galt aber auch für die Lokalmatadore des MSC, die sich in ihrem „Wohnzimmer“, wie Graf die Bahn bezeichnete, bestens auskannten und entsprechend gute Resultate ablieferten. Bei den Bahnmaschinen, „der Königsklasse“, so Graf, holten sich Thomas Streif und Roman Gindhart den Sieg vor ihren Teamkollegen Alex Karl und Matthias Graf, die beim letzten Heimrennen in Reichling vor zwei Jahren noch die Nase vorn hatten. Die Plätze drei und vier in dieser Klasse gingen ebenfalls an MSC-Gespanne.

Einige Stürze gab es auch

Bei den Seitenwagen ohne Antrieb landete das Reichlinger Trio Michael Ronowski, Roman Gindhart und Stefan Ronowski wie schon vor zwei Jahren auf dem ersten Platz. „Dauer-Skifahrer“ Gindhart sicherte sich zudem in der Klasse 4 (über 250 ccm) am Motorrad von Thomas Streif den zweiten Platz.

„Wir hatten zwar einige Stürze, die verliefen aber alle glimpflich“, zog Thomas Schelle nach dem Spektakel ein zufriedenes Fazit – die Arbeit hat sich rentiert.

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