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Luftpistole

24.01.2019

Nehmen die Scheuringer den Aufzug nach oben?

Im Jahr 2017 richteten die Edelweißschützen Scheuring einen Heimwettkampf in der 1. Bundesliga aus. Jetzt hat die Mannschaft die Chance, in die höchste deutsche Klasse zurückzukehren.

Am Sonntag kämpfen die Edelweiß-Schützen um den erneuten Einzug in die 1. Bundesliga. Beim Aufstiegskampf haben die Lechrainer gute Chancen, sich wieder durchzusetzen. Fraglich bleibt, ob die Rückkehr in die höchste Klasse erstrebenswert ist

„Wir kommen wieder.“ Das hatte Scheurings Schützenmeister Franz Berghofer nach dem Kurzaufenthalt der ersten Luftpistolen-Mannschaft in der 1. Bundesliga ohne jeden Punktgewinn angekündigt. Mal sehen, ob er mit dieser Prognose wieder einmal recht behält. Die Lechrainer nehmen am Sonntag als Meister der 2. Bundesliga Süd in der Nähe von Stuttgart, in der Sportschule Ruit/Ostfildern, an den Aufstiegskämpfen zur 1. Bundesliga teil.

Mit dabei sind außerdem Hilpoltstein aus der 2. Liga Süd sowie Willmandingen und Aalen-Neßlau aus der 2. Bundesliga Südwest. Von den vier Bewerbern schaffen zwei Mannschaften den Sprung in die höchste deutsche Pistolenklasse. Im Gegensatz zur Punktrunde gibt es in Ostfildern keine Duelle. Es zählen nach zwei Durchgängen mit jeweils 40 Schuss lediglich die insgesamt erzielten Ringe. Und da steht außer Frage, dass die Lechrainer die besten Karten besitzen, wenn es ihnen gelingt, ihr ganzes Können abzurufen.

Hilpoltstein dürfte an einem guten Tag sicherlich zu einem harten Konkurrenten werden. Von den beiden Südwest-Teams darf man Titelträger Willmandingen zumindest nicht außer Acht lassen, während Vizemeister Aalen-Neßlau, gemessen an den Ringzahlen der Punktrunde, krasser Außenseiter ist.

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l Die Mitbewerber

Die Mittelfranken blicken schon einige Jahre in Richtung 1. Bundesliga. Wie im Vorjahr profitieren sie diesmal als Rangdritter erneut davon, dass Kelheim-GmündII als Vizemeister der 2. Bundesliga Süd bei den Aufstiegskämpfen nicht startberechtigt ist, weil die erste Garnitur bereits im deutschen Oberhaus vertreten ist. Mit dem Sprung nach oben hat es im Vorjahr bei den Aufstiegskämpfen nicht geklappt. Beim direkten Vergleich in dieser Saison konnten sich die Lechrainer mit 3:2 und 1861:1838 Ringen durchsetzen. Allerdings fehlte bei Hilpoltstein eine Stammkraft. Mitunter haben die Mittelfranken bombige Ergebnisse – bis zu 1861 Ringe – erzielt, was auch an die Scheuringer Leistungsgrenze geht.

Der Verein aus der Schwäbischen Alb holte sich mit 14:0 Punkten ganz souverän die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Südwest, die nur mit acht Mannschaften besetzt war. Nach jahrelangem Aufenthalt in der 1. Bundesliga musste man dort im Vorjahr zusammen mit Scheuring die Koffer packen. Jetzt nimmt man wieder einen Anlauf nach oben. Mit dem Serben Dusko Petrov haben die Württemberger eine echte Spitzenkraft in ihren Reihen. Dennoch müssen sie schon einen besonders guten Tag erwischen, um an die Scheuringer heranzukommen.

Das ist wohl ein Zufallstreffer. In der vergangenen Saison fast abgestiegen, sprang diesmal für die Ost-Württemberger die Vizemeisterschaft in der 2. Liga Südwest heraus. Die Ringzahlen fielen dabei aber zumeist recht bescheiden aus.

Ob der erneute Aufstieg überhaupt erstrebenswert ist, darüber gehen die Meinungen im Scheuringer Lager auseinander. Denn ohne in- und ausländische Spitzenschützen gibt es in der 1. Liga nichts zu holen. Das musste nach den Lechrainern im Vorjahr in dieser Saison nun auch Peiting mit Steffi Böhm aus Dießen und Michaela Brosselt-Guggemos aus Ludenhausen erfahren. Dennoch lässt Mannschaftsführer Sebastian Heinisch keinen Zweifel an der Einstellung der Truppe: „Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben. Wenn es mit dem Aufstieg klappt, soll es recht sein. Wenn nicht, dann geht die Welt auch nicht unter.“ Und auch Franz Berghofer vertraut seiner Truppe, „wohl wissend, dass ein Aufstieg an den Gesamtbedingungen im deutschen Oberhaus nichts ändern wird“.

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