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Landsberg

27.01.2020

Noch keine Vorstandskandidaten: Noch-DJK-Chef Brakel sieht es locker

Der amtierende Vorsitzende der DJK Landsberg, Klaus-Peter Brakel (rechts), mit Trainer Ryan Broker.
Foto: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus In gut zwei Wochen stehen bei den Basketballern der DJK Landsberg Neuwahlen an. Noch gibt es keine Kandidaten. Warum der amtierende Vorsitzende Klaus-Peter Brakel  trotzdem gelassen ist.

Wie geht es mit den Landsberger Basketballern weiter? Wie berichtet, findet am 12. Februar die Jahreshauptversammlung statt, bei der der komplette Vorstand der DJK Landsberg neu gewählt werden muss. Noch gibt es – abgesehen vom Zeugwart – keine Kandidaten. Trotzdem sieht der aktuelle Vorsitzende Klaus-Peter Brakel der Versammlung entspannt entgegen.

Vergangene Woche berichtete das Landsberger Tagblatt über die anstehenden Neuwahlen und die fehlenden Kandidaten. Dies nahm Brakel zum Anlass, sich mit einem offenen Brief an die Mitglieder zu wenden, der auch dem LT vorliegt. „Die Gründe, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen, sind meist persönlich und beruhen nicht auf einer Krise, wie man meinen könnte. Viele machen die Arbeit schon seit mehr als zehn Jahren oder haben andere, wichtige Gründe, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen. Das ist durchaus legitim“, teilt der Vorsitzende unter anderem in dem Schreiben mit.

Noch gibt es keine Kandidaten für den neuen Vorstand

Auf Nachfrage erklärte er, dass es bislang noch keine Kandidaten gebe. „Aber ich bin zuversichtlich, dass sich das bei der Sitzung löst. Im schlimmsten Fall müsste man ein paar Wochen später noch mal eine Sitzung nachschieben.“ Er habe diesen Brief verfasst, da es ihm „am Herzen liegt, die Angst, die geschürt wurde, rauszunehmen“. Es sei der Eindruck entstanden, dass es im Verein Schwierigkeiten gebe, das sei nicht der Fall. Dass jetzt so viele Personen nicht mehr zur Wahl stünden, sei ungewöhnlich, doch Brakel verweist auf die Historie der DJK Landsberg: „Im Schnitt liegt die Amtszeit des Vorstands bei zwei Perioden, also vier Jahren.“

Die Kontakte fehlen

Woran es liege, dass man sich so schwertue, Nachfolger zu finden, da sieht Brakel mehrere Gründe. Unter anderem bestünde der aktuelle Vorstand aus Personen, die diese Ämter ihren Kindern zuliebe übernommen hätten. „Da sind die Kontakte nicht so geprägt, das macht es schwieriger, Nachfolger zu finden.“ Deshalb würde er sich auch wünschen, dass „Leute, die selber Basketball spielen oder gespielt haben“ sich engagieren würden.

Was die sportliche Situation betreffe, so dürfe man nicht immer den „alten Zeiten in der Regionalliga“ nachtrauern. „Grundsätzlich (...) ist die Bayernliga bereits eine hochklassige Liga. Der Verbleib in dieser Klasse stellt für einen Verein, der im Umfeld einer Stadt von der Größe Landsbergs agiert, eine wirklich anerkennenswerte Leistung dar. Das gilt im Besonderen, wenn die Klasse ohne Legionäre von außerhalb erhalten wird“, schreibt Brakel in seinem Brief.

Wenn sich alle engagieren „wird alles gut“

Dass es mal besser und mal schlechter laufe, sei ein normaler Prozess. „Wir freuen uns, dass sich die erste Mannschaft nach dem Erfolg bei Heising/Kottern (92:68) konsolidiert hat. Sie liegt jetzt auf Platz acht und ich bin mir sicher, dass es nächste Saison besser wird.“ Dann unter einem neuen Vorstand, dem Brakel beratend zur Seite stehen würde. „Wir lassen den Verein nicht im Stich“, sagt Klaus-Peter Brakel – finanziell jedenfalls würden die Nachfolger einen Verein übernehmen, der gut dastehe. In seinem Brief appelliert er an die Mitglieder: „Also, engagiert euch, und alles wird gut.“

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