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Landsberg

21.10.2019

Platzt der Wechsel der Landsberger Handballer?

Ist das bald das neue Zuhause der Landsberger Handballer? Die Abteilung des TSV Landsberg will jedenfalls zur FT Jahn wechseln.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Die Abteilung Handball will den TSV Landsberg verlassen und zu Jahn gehen. Die Vorbereitungen sind weit gediehen, doch der TSV-Hauptverein stellt sich quer. Am Donnerstag findet ein Versammlung statt.

Wie geht es weiter mit den Landsberger Handballern? Wie berichtet, will sich die Abteilung vom TSV Landsberg trennen und zu Jahn wechseln. Roland Neumeyer, Abteilungsleiter der Handballer, hat schon viel Vorarbeit geleistet. Doch so „einfach“ wie geglaubt, wird es wohl nicht. Hanns Haedenkamp, Vorsitzender des Gesamtvereins, will die Handballer nämlich keineswegs gehen lassen. Er greift den Abteilungsleiter scharf an.

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Am besten zum Jahreswechsel, doch spätestens zum Ende der Punktrunde soll der Wechsel vollzogen werden – jedenfalls wenn es nach Neumeyer geht. „Anfang des Jahres wird bei Jahn eine Handball-Abteilung gegründet“, hatte er vor Kurzem bei einer Elternversammlung gesagt. Den Wechsel zum Jahresende wird man wohl nicht schaffen, sagt Neumeyer, jedenfalls nicht die Mitglieder, die im Spielbetrieb stehen. Er habe dem TSV-Hauptverein drei Mails geschrieben, um Kontakt aufzunehmen, „aber keine Antwort bekommen“.

Der TSV-Vorsitzende hat Kontakt zu Jahn aufgenommen

Was damit zusammenhängen könnte, dass man die Handballer eben nicht einfach gehen lassen will. „Wir haben Kontakt mit Jahn aufgenommen“, sagt der TSV-Vorsitzende Hanns Haedenkamp gegenüber dem LT. Zunächst erklärte Haedenkamp, Jahn habe kein Interesse an den Handballern, korrigierte sich dann aber. Im Gespräch mit Stefan Ackermann, dem Zweiten Vorsitzenden von Jahn Landsberg, habe dieser zu ihm gesagt, dass Jahn kein Interesse an einem Streit mit dem TSV Landsberg habe. „Was sich aber zwangsläufig ergeben würde, wenn die Handballer wechseln würden“, so Haedenkamp. Stattdessen wolle man versuchen, „das in aller Ruhe“ vom Tisch zu bringen.

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„Roland Neumeyer ist vorgeprescht, ohne dass er eine Legitimation des Vereins oder der Abteilung hat“, sagt Haedenkamp. „Wie lange es Herrn Neumeyer im Verein noch gibt, weiß ich nicht.“ Was die Hallenzeiten betreffe, so könnten diese keineswegs so „mitgenommen“ werden, wie dies Neumeyer dargestellt habe. „Die Hallenzeiten sind beim TSV Landsberg, und nicht bei der Abteilung Handball. Die Abteilung gibt es nach außen nicht.“

Jahn will Abteilung gründen, wenn es die Mitglieder wünschen

Vonseiten der FT Jahn Landsberg äußert sich Stefan Ackermann gegenüber dem LT. „Das Gespräch mit Herrn Haedenkamp liegt schon länger zurück“, sagt Ackermann, der sich davon aber eine Gesprächsnotiz gemacht hat. „Erstens ist es eine interne Angelegenheit des TSV Landsberg, was mit der Handball-Abteilung passiert“, berichtet er aus dieser Gesprächsnotiz.

Und noch zwei Punkte habe er bei dem Gespräch angeführt. So gebe es bei Jahn, unabhängig von den Plänen der TSV-Abteilung, bereits intern Anfragen von Eltern, ob man eine Handball-Abteilung gründen könne. Und drittens: Wenn genügend Mitglieder da seien, die Handball spielen wollen, werde man eine Abteilung gründen. „Als Vereinsführung ist es unsere Pflicht, uns mit den Wünschen der Mitglieder auseinanderzusetzen.“ Auf Nachfrage sagte Ackermann, dass einige neue Mitgliedsanträge eingegangen seien. Aber auf diesen stehe zum einen nicht, dass man Ex-TSV-Mitglied sei, zum anderen „haben wir die Post noch nicht gesichtet“.

Die Aktiven können erst nach der Punktrunde wechseln

Wie Roland Neumeyer mitteilt, dürften sich unter den Neumitgliedern von Jahn sehr wohl einige Ex-TSVler befinden. „Die nicht aktiven Handballer haben zum Großteil schon gekündigt.“ Die im Spielbetrieb befindlichen könnten erst zum 30. Mai kündigen, so Neumeyer. Der Wechsel zum Jahresende wird so nicht vollzogen werden können, aber man hofft, in Sachen Mitgliedsbeiträge eine Lösung zu finden.

Was seine Legitimation betrifft, so hatte Neumeyer bereits bei der turnusmäßigen Abteilungsversammlung die Meinung der Mitglieder eingeholt, ehe er dann aktiv geworden war. Am Donnerstag findet nun eine erneute Mitgliederversammlung statt, bei der er sich den offiziellen Auftrag einholen will, dem Verwaltungsrat des Gesamtvereins die entsprechenden Anträge zu stellen, um die Auflösung der Abteilung voranzutreiben.

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