Fußball

18.08.2015

Pokalschreck vs. Pokalschreck

Landsberg und Unterhaching haben eine Gemeinsamkeit. Heute Abend wird es ernst

Stellen die Landsberger Fußballer dem nächsten Favoriten ein Bein? Heute Abend geht es für den TSV Landsberg ab 18.15 Uhr in die zweite Hauptrunde des Bayerischen Toto-Pokals. Die Losfee hat der Kresin-Elf einen harten Brocken beschert. Es geht gegen Drittligaabsteiger Unterhaching. Die Spielvereinigung selbst ist erst vor Kurzem zum Pokalschreck geworden.

Es läuft derzeit prächtig für den TSV Landsberg – in Liga und Pokal. Am Sonntag brachte man Bayernliga-Spitzenreiter SV Heimstetten beim 3:2 die erste Saisonniederlage bei und liegt nun punktgleich mit dem ehemaligen Regionalligisten auf Rang zwei. „Wir haben gesehen, wie man als Spitzenteam, wie es Heimstetten ist, agiert. Die haben kleine Fehler sofort bestraft“, sagt TSV-Trainer Sven Kresin in seiner Spielanalyse. Aus drei Chancen machten die Gäste im ersten Durchgang zwei Tore, die dritte machte Torhüter Tobias Heiland mit einer Glanzparade zunichte. Die vierte sich bietende Chance ließ Heimstetten kurz nach der Pause liegen – Akkurt vergab einen Handelfmeter. „Wenn der Elfer reingegangen wäre, wäre das Spiel anders gelaufen“, ist sich Kresin sicher. Aber so kämpfte sich sein Team zurück und drückte vehement auf den Ausgleich. „Die Jungs haben sich nie aufgegeben und immer das getan, was wir uns vorgenommen haben.“

Auf der Agenda stand allerdings bestimmt nicht schlechte Chancenverwertung. Denn gleich vier Hochkaräter hatte man nach gut einer Stunde liegen gelassen. Das ist auch das einzige Haar, das der Trainer in der Suppe fand. Denn auf Philipp Siegwart war Verlass, der zweimal sehenswert traf. Nach den jüngsten Erfolgen in der Liga und dem 4:0-Pokal-Erfolg über Regionalligist Illertissen vergangene Woche hat der TSV Landsberg die Konkurrenz aufhorchen lassen. Aber der Trainer will sich auf den bisherigen Etappenerfolgen nicht ausruhen. „Wir haben noch viel zu tun. Wir sind kein Topteam. Das sind wir erst, wenn wir am 30. Spieltag immer noch da stehen, wo wir jetzt gerade sind“, sagt Sven Kresin. „Wir haben erst 16 Punkte, wir brauchen bis zum Ende 43 oder 46.“ All der Euphorie zum Trotz müsse man die Schulterklopfer erst noch bestätigen. „Denn jetzt will uns in den nächsten Spielen jeder ein Bein stellen.“

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Aber vielleicht können die Landsberger heute selbst – wieder einem Regionalligisten – ein Bein stellen. In der nächsten Toto-Pokalrunde kommt die Spielvereinigung Unterhaching in den Sportpark. In den vergangenen Wochen und Monaten stürzte der ehemalige Bundesligist in den Amateurbereich – Abstieg aus der 3. Bundesliga in die Regionalliga. Dafür lief es allerdings im aktuellen DFB-Pokal ordentlich. Mit 2:1 kickte man Bundesliga-Aufsteiger FC Ingolstadt aus dem Wettbewerb. „Wir sind in diesem Spiel natürlich krasser Außenseiter und die werden uns sicherlich nicht unterschätzen“, sagt Sven Kresin, der heute Abend eine temporeiche Pokal-Partie erwartet. Zwar werde man fest an sich glauben und alles dafür tun, um eine reelle Chance zu haben, aber: „Jeder erwartet nach dem Sieg gegen Illertissen, dass wir jetzt auch Haching schlagen. Hallo? Das ist ein Drittligaabsteiger. Da dürfen wir nicht träumen und haben allerhöchsten Respekt.“

Und der ist auch angebracht: Denn Unterhaching hat den Toto-Pokal vergangene Saison auch gewonnen. Um nächste Saison sicher im DFB-Pokal antreten zu können, ist für die sich im Umbruch befindenden Hachinger um Kapitän Jonas Hummels ein Weiterkommen fast schon Pflicht. Landsberg hat nichts zu verlieren.

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