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Kaufering

29.01.2020

Red Hocks Kaufering: Die Abstiegsrunde ist (noch) kein Thema

Red-Hocks-Trainer Christoph Huber geht zuversichtlich in die restlichen Spiele: Vielleicht können die Bundesliga-Floorballer sogar noch die Abstiegsrunde vermeiden.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Die Red Hocks Kaufering sind Schlusslicht in der Floorball-Bundesliga. Zuletzt konnte man aber Boden gutmachen. Trainer Christoph Huber schielt sogar wieder auf die Play-offs.

Während die deutsche Nationalmannschaft der Floorballer aktuell in der WM-Qualifikation am Ball ist, ruht die Bundesliga. „Diese Pause tut uns ganz gut“, sagt Kauferings Trainer Christoph Huber. Kann man doch jetzt noch mal Kraft sammeln, um den Klassenerhalt zu schaffen. Doch das allein reicht Huber nicht – er sieht „rein rechnerisch“ noch größere Ziele.

Aufgrund der Pokalspiele war die Pause über Weihnachten und Neujahr für die Kauferinger ziemlich kurz ausgefallen – jetzt befindet man sich in einer dreiwöchigen Pause, wobei bei den Red Hocks von einer Pause nicht gesprochen werden kann. „Wir trainieren komplett durch“, sagt Huber. Denn man will nach dem letzten Punktspiel nicht in die Abstiegsrunde. „Wir wären nicht die Red Hocks, wenn wir nicht auf die Play-offs hinarbeiten würden, solange es rechnerisch noch möglich ist“, gibt sich Huber kämpferisch.

„Das ist natürlich sehr schade“

Zwar liegen die Kauferinger mit sieben Punkten auf dem letzten Platz, aber tatsächlich beträgt der Rückstand auf Rang sechs nur sechs Punkte – und sieben Spiele stehen noch aus. „Natürlich wird es schwer, aber es ist nicht unmöglich“, sagt Huber. Was seine Mannschaft tatsächlich zu leisten vermag, zeigte sie im Pokal. Erst im Achtelfinale schied man gegen Holzbüttgen aus. „Das ist natürlich sehr schade“, sagt Huber, denn wenn man so weit gekommen sei, wolle man auch unbedingt ins Final Four nach Berlin. „Einen Knacks“ im Team befürchtet er nach dem Ausscheiden aber nicht.

Red Hocks Kaufering: Die Abstiegsrunde ist (noch) kein Thema

Zuletzt ging es in der Bundesliga aufwärts

Im Gegenteil. Diese Pokalspiele haben gezeigt, dass man auf dem richtigen Weg sei. Jetzt müsse man diese Motivation mit in die restlichen Spiele nehmen. Außerdem ging es zuletzt auch in der Bundesligarunde aufwärts. Erst am sechsten Spieltag hatte es den ersten Punkt für die Kauferinger gegeben mit dem 4:4 gegen Wernigerode. Bis zur Weihnachtspause waren es nur vier Punkte, die man verbuchen konnte. „Da war natürlich viel Psychologie gefragt“, sagt Huber. Und die zeigte Wirkung – denn ins neue Jahr starteten die Kauferinger mit einem überzeugenden 7:4-Sieg gegen Berlin und dürfen sich nun wieder höhere Ziele setzen. Aber selbst wenn man den Sprung unter die besten sechs Mannschaften – und damit die Play-offs – nicht erreichen sollte, macht sich Huber keine großen Sorgen.

„Auf diesem langen Weg kann viel passieren“

Denn der Weg bis zum tatsächlichen Abstieg ist lang. Erst treten die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn gegeneinander an, dann spielen die Verlierer gegeneinander und der Verlierer dieser Runde hat dann noch gegen den Zweiten der 2. Bundesliga die Chance, den Klassenerhalt zu schaffen. Dabei wird immer eine Serie Best-of-Three ausgetragen. „Auf diesem langen Weg kann viel passieren“, sagt Huber. Und wenn es nicht mehr mit den Play-offs klappen sollte, will man für die Abstiegsrunde zumindest das Heimrecht. Das bekommen die Teams auf den Plätzen sieben und acht. Dann allerdings müssten die Red Hocks mit einer relativ jungen Mannschaft in die entscheidende Runde gehen. „Das sehe ich nicht als Nachteil, da sich die jungen Spieler oft weniger Gedanken machen als die älteren“, sagt Huber. Im Übrigen hätten alle Spieler bereits bei deutschen Meisterschaften Erfahrungen gesammelt: „Sie wissen alle, wie so etwas geht.“

Doch so weit ist es noch nicht – noch kann man den ersten Auftritt in der Abstiegsrunde verhindern. „Vor Saisonstart haben wir alle gewusst, dass es eine harte Saison wird und dass wir Lehrgeld zahlen müssen“, blickt Huber zurück. Dann wurde es aber doch sehr bitter, denn erst am sieben Spieltag konnte man mit dem 4:4 gegen Wernigerode den ersten Punkt verbuchen. „Wir mussten einfach weiter an uns glauben“, beschreibt Huber, wie man mit der Situation damals umgegangen war. Und inzwischen sieht es ja schon um einiges besser aus.

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