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Landsberg Basketball

06.01.2019

Ryan Brokers größtes Problem hat nichts mit Basketball zu tun

Ryan Broker (mit Tafel) ist seit September neuer Trainer bei den Landsberger Basketballern. Sein bislang größtes Problem hat keinen sportlichen Hintergrund.
Bild: Julian Leitenstorfer

Seit September ist der Amerikaner neuer Trainer bei den Landsberger Basketballern. Nach der Hälfte der Bayernliga-Saison sieht er gute Fortschritte im Team.

„Wer mir hier hilft, damit ich hier fischen kann, dem helfe ich in Alaska, wenn er kommt.“ Das sagt Ryan Broker,  der Trainer der Heimerer Schulen Baskets Landsberg. Seit Ende September ist er in Landsberg, dass dies sein größtes Problem ist, zeigt, dass er sich wohlfühlt und mit dem Abschneiden der DJK bislang im Großen und Ganzen zufrieden ist.

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Die aus seiner Sicht größte Veränderung im Team seit seinen ersten Trainingseinheiten sei der Einsatz und das Engagement der Spieler – tatsächlich sind stets mehr als zehn Spieler aus einem 13er-Kader beim Training dafür ein guter Beleg. Zudem standen in den bisher zehn Saisonspielen nur ein Mal weniger als die erlaubten 12 Spieler auf dem Spielbogen. Das sind Zahlen, die es so noch nie beim Team Heimerer Schulen gab.

Broker setzt andere Schwerpunkte

Den größten Unterschied im Basketball zwischen USA und Deutschland sieht der 2,08-Meter-Hüne in der Bedeutung der Defense. „Ich bin gewohnt, dass Defense wichtiger ist als Offense.“ Nach seiner Erfahrung „ruht man sich in der Offense aus“ und arbeitet so hart es geht in der Defense. Diese Grundeinstellung sehe man inzwischen in der Mannschaft: Zwar wurden zuletzt weniger Körbe erzielt – aber sie kassierten auch deutlich weniger, besonders aus der Distanz. Diese Veränderung wird in der Rückrunde von großer Bedeutung sein. Denn die drei bisher verlorenen Spiele wurden alle in der Defense verschenkt. So gehen die Landsberger als Tabellenvierte in die Rückrunde – mit einem Spiel weniger und einer Niederlage mehr als die drei Teams vor ihnen.

Ein großer Vorteil für die restliche Saison liegt in acht Heimspielen bei noch zwölf ausstehenden Partien. „Das Sportzentrum ist unsere Burg“, sagt Broker, dort dürfe man nicht verlieren. Damit das so kommt und auch möglichst alle Auswärtsspiele gewonnen werden, steht das Team seit 2. Januar wieder in der Halle. Im Fokus steht nun neben der Defense auch wieder die Offense, um den Landsberger Zuschauern attraktiven Basketball zu bieten.

Gute Ansätze im Testspiel gegen Weilheim

Im Testspiel gegen Weilheim (RegionalligaII) am vergangenen Samstag gelang dies nur bedingt – über drei Viertel boten die Landsberger den Gästen Paroli, doch ein katastrophales zweites Viertel besiegelte schon früh die Niederlage. Mit 54:67 fiel diese aber doch etwas zu hoch aus. Nach den ersten zehn Minuten lagen die Landsberger noch 21:18 vorne, dann folgte der Aussetzer – mit einem 27:38-Rückstand ging es in die Pause.

Im dritten Viertel waren die Gastgeber sogar das bessere Team, nur wollten die Körbe nicht fallen. Weilheim dagegen nutzte jeden kleinen Fehler und führte 50:32 vor dem Schlussabschnitt. In diesem hielten die Landsberger wieder gut mit, aber einen durchaus möglichen Sieg hatte man schon lange zuvor verschenkt.

Trotzdem war man aufseiten des Teams Heimerer nicht unzufrieden, schließlich musste man auf Topscorer Sharif Hudson verzichten, allerdings hatten auch die Weilheimer ihren besten Werfer nicht dabei. Trotzdem liefen die Systeme gut, einzig die Treffsicherheit vor allem von der Dreierlinie ließ zu wünschen übrig. Aber bis zum Punktrundenstart am kommenden Wochenende bleibt dem Team noch Zeit fürs Training.

Über die Zukunft wurde schon gesprochen

In Zukunft möchte der 36-Jährige auch in der gesamten Jugendarbeit der DJK Einfluss nehmen, um Talente früh zu sichten und entsprechend fördern zu können. Das wird aber erst möglich sein, wenn er und seine Familie nach Landsberg umgesiedelt ist. Was ihm nicht schwerfällt, denn die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Bayern und speziell in Landsberg würden es sehr einfach machen, „Deutschland als Heimat zu bezeichnen“.

In einem sind sich Broker und die Verantwortlichen der DJK schon einig: Sein Engagement geht nach der „Sommerpause im Straßenbau in Alaska“ weiter. Deshalb arbeitet der Coach bereits jetzt an einem Plan für die Vorbereitung der nächsten Saison – egal, wie die aktuelle endet.

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