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Fußball Landsberg

31.05.2018

Salemovic kommt zurück zum TSV

Ein Bild aus alten Zeiten: Philipp Siegwart (links) kann Muriz Salemovic wieder in Landsberg begrüßen: Er kommt als Spielertrainer zum TSV zurück.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der ehemalige Landsberger übernimmt beim Bayernliga-Absteiger den Posten des Spielertrainers. Auf den künftigen Kader hat das große Auswirkungen.

Muriz Salemovic ist zurück: Der 29-Jährige wird am Freitag als neuer Spielertrainer des Bayernliga-Absteigers TSV Landsberg offiziell vorgestellt. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und habe schon viele Ideen“, sagt Salemovic gegenüber dem Landsberger Tagblatt. Ihm zur Seite stehen wird Hermann Rietzler, der bereits unter Guido Kandziora als Co-Trainer war. „Besser könnte es für mich nicht sein“, sagt Salemovic. „Bei den Spielern höre ich nur Positives über ihn, sowohl was das Training betrifft als auch menschlich. Außerdem hat er die Trainer-A-Lizenz.“

Für Salemovic selbst ist es dagegen seine erste Station als Trainer beziehungsweise Spielertrainer. „So ist es ganz gut, ich sehe vom Platz aus einiges besser, andere Dinge sieht man besser von außen.“ Bereits am 11. Juni fällt der Startschuss für das Training, am Wochenende 14./15. Juli beginnt auch in der Landesliga wieder die Punktrunde.

Nicht das Ergebnis zählt

Als oberstes Ziel gibt der gebürtige Schongauer, der 2014 mit dem TSV Landsberg den Aufstieg in die Bayernliga geschafft hatte, an, wieder eine Mannschaft formen zu wollen. „Die Geschlossenheit war nicht mehr so zu spüren, wir müssen wieder ein Kollektiv werden“, sagt der Edeltechniker. Zweites Ziel sei dann, wieder Spaß am Fußball zu haben und auch gerne ins Training zu gehen. „Diese Freude am Fußball war kaum mehr zu sehen, wenn die zurückkommt, dann kommt der Rest auch“, ist seine Devise.

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Zunächst allerdings hatte Salemovic erst mal mit dafür sorgen müssen, dass der TSV eine schlagkräftige Mannschaft besitzt. „Mitte Mai hatte ich vier Spieler auf dem Zettel“, berichtet er von den Akteuren, die beim TSV bleiben wollten. Lange Gespräche, zusammen mit dem sportlichen Leiter Arek Wochnik, folgten. Inzwischen stehe fest: Mit Buschel, Gilg, Göttle, Fülla, Detmar, Hennebach, Bonfert und Siegwart bleibe ein Gerüst, um das herum man aufbauen könne. Aus den vier Spielern wurden mittlerweile 17 – und weitere werden noch hinzukommen.

Zwei neue Torhüter

Bitter sei natürlich der Abgang von Torhüter Philipp Beigl, „aber wir haben da bereits zwei Neuzugänge“, ist der neue Spielertrainer zuversichtlich. „Es wird natürlich einen gewissen Umbruch geben, aber es bleiben auch gestandene Landsberger Spieler“, freut sich Salemovic. Er selbst habe auch in den vergangenen Jahren in Memmingen einiges für seine neue Aufgabe gelernt. „Wer mich noch aus Landsberger Zeiten kennt, weiß, dass die Defensivarbeit nicht meine Stärke war.“ In der Regionalliga sei diese Aufgabe aber von allen Spielern verlangt worden, und „ich denke, ich habe im defensiven Bereich große Schritte nach vorne gemacht“.

Einen exakten Trainingsplan hat Salemovic für sein neues Team noch nicht – und das ist Absicht: „Ich werde mich wöchentlich mit Hermann absprechen. Wir müssen doch sehen, was fehlt, und entsprechend arbeiten. Wir werden dann wöchentlich die Schwerpunkte im Training setzen.“

Gut gelaufen seien auch die Gespräche mit Hauptsponsor 3C-Carbon-Group, betont Salemovic. Für den Sponsor sei die Talfahrt der Fußballer auch nicht einfach gewesen, „das Engagement ist nicht selbstverständlich“.

Memmingen hat den Klassenerhalt geschafft

Auch wenn er nicht in erster Linie ergebnisorientiert arbeiten will: Gelingt es, wieder eine Mannschaft zu formen, die Spaß am Fußball hat, kommen auch die Erfolge zurück, ist er überzeugt.

Der Abschied aus Memmingen ist ihm etwas leichter gefallen, nachdem man in der Relegation die Klasse halten konnte: „Mich freut das enorm für die jungen Spieler, die die Kastanien aus dem Feuer holen mussten. Schwerer wäre es mir gefallen, wären wir in die Bayernliga abgestiegen.“

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