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Fußball Bayernliga

06.09.2015

So hatte man sich das nicht vorgestellt

Auch Charly Fülla (rechts) hatte beim Elfmeter kein Glück: Er verschoss in Hankofen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der Spitzenreiter Landsberg leistet sich beim Schlusslicht einen Ausrutscher. Knackpunkt kurz vor der Pause

Es war eine faustdicke Überraschung: Mit 1:3 musste sich der Tabellenführer Landsberg beim Schlusslicht Hankofen geschlagen geben. „Wir haben hinten bei Standards zuviel zugelassen“, erklärt Landsbergs Trainer Sven Kresin die Niederlage. Ärgerlich, aber zu verkraften: „Wir haben nach zehn Spieltagen 20 Punkte und stehen immer noch auf Platz eins – was wollen wir mehr?“

Auf die Ausfälle – unter anderem Rainer Storhas, Stefan Strohhofer und Arek Wochnik fehlten – wollte es Sven Kresin nicht zurückführen, auch wenn das Spiel gezeigt habe, dass „ein Storhas in der derzeitigen Form für uns unverzichtbar ist“. Vielmehr habe es daran gelegen, dass man vor allem in der Abwehr „wieder in die alten Zeiten verfallen sei“. Und so kamen die Gastgeber zu vielen Standardsituationen in aussichtsreichen Positionen, die schließlich auch entscheidend waren. Dennoch hatten die Landsberger die große Chance, das Spiel zu gewinnen – aber wieder wurde ein Elfmeter verschossen.

Die Landsberger kamen nicht so recht ins Spiel und in der 20. fiel nicht unverdient die Führung für Hankofen durch Granit Bilalli. Dieser Treffer schien die Kresin-Elf wachgerüttelt zu haben, denn nun lief es bedeutend besser. Prompt fiel auch der Ausgleich durch Sebastian Nuscheler (38.). Kurz vor der Pause dann die große Chance für den TSV: Hankofens Keeper Max Putz foulte Muriz Salemovic im Strafraum, und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt.

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Diesmal nahm sich Andreas „Charly“ Fülla den Ball – aber auch er scheiterte am Keeper. „Charly hat sich darauf verlassen, dass er den Keeper verlädt, aber der hatte sich für die richtige Seite entschieden“, sagt Kresin, der Fülla keinen Vorwurf macht: „Hätte sich der Keeper für die andere Ecke entschieden, hätte man gesagt: sicher verwandelt.“

Viel ärgerlicher war, dass die Landsberger damit die große Chance, Hankofen aus dem Tritt zu bringen, vergeben hatten – und das sollte sich in der zweiten Halbzeit rächen.

Denn es dauerte nur gut fünf Minuten und die Gastgeber gingen 2:1 in Führung: Diesmal verrechnete sich TSV-Keeper Tobias Heiland und Fabian Burmberger nickte ein.

Die Landsberger versuchten, mehr Druck zu machen und hatten auch noch die eine oder andere gute Chance, doch im Abschluss war man nicht entschlossen genug. Außerdem versuchte man es immer wieder mit langen Bällen – und spielte dadurch Hankofen eher in die Karten. Auch Muriz Salemovic, der es dann wieder mit Einzelaktionen versuchte, hatte kein Glück.

Es war einfach nicht der Tag des TSV Landsberg – und so sorgte Hankofen mit dem 3:1 in der 80. durch Tobias Biermeier für die Entscheidung.

Dass man aus Hankofen nicht zumindest einen Punkt mitnehmen würde, war doch ziemlich überraschend – dass seine Mannschaft das Spiel aber auf die leichte Schulter genommen habe, lässt Kresin nicht gelten: „Es gibt eben solche Tage“, meinte er – und schließlich stehe man immer noch an der Tabellenspitze.

Landsberg: Heiland, Greif, Birkner, Nichelmann (43. Cilingir), Gilg, Spannenberger, Knechtel, Fülla, Siegwart, Salemovic, Nuscheler;

Hankofen: Putz, Gröschl, Lazar, Dimmelmeier, Weber, Richter, Beck, Burmberger, Bilalli (74. Spengler), Biersack (60. Hofer), Biermeier (92. Wieder)

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