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Penzing

28.01.2020

Stockschütze Matthias Peischer überrascht bei deutscher Meisterschaft

Der Penzinger Stockschütze Matthias Peischer holte seine erste Goldmedaille im Einzel bei einer deutschen Meisterschaft.
Bild: DESV

Plus Der Penzinger Matthias Peischer tritt bei der deutschen Meisterschaft als Außenseiter an. Mit persönlicher Bestleistung sorgt er für die große Überraschung.

Bei den deutschen Meisterschaften räumten die Stockschützen des FC Penzing kräftig ab. Im Nachwuchs gab es einmal Gold und einmal Bronze, für die größte Überraschung sorgte allerdings Matthias Peischer bei den Senioren.

Im Einzel wurden Matthias Peischer bei den Herren maximal Außenseiterchancen eingeräumt. Dies schien sich zu bestätigen, da er in Waldkirchen von Beginn an mit den Eisverhältnissen haderte und in seinem ersten Durchgang nur auf 165 Punkte kam. Doch dann folgte ein grandioser zweiter Vorrundendurchgang mit 194 Punkten. Das war für Matthias Peischer nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern katapultierte ihn bis auf Rang zwei der Vorrunde.

In der letzten Runde die Nerven behalten

Im Finale der besten zwölf Herren wurden zwei weitere Durchgänge gespielt. Die namhafte Konkurrenz zeigte sich prächtig in Form, doch auch Matthias Peischer zeigte einen weiteren starken Durchgang mit 186 Punkten – damit übernahm er sogar die Führung im Gesamtklassement. Auch in der letzten Runde behielt er die Nerven, legte nochmals 170 Zähler nach und lag am Ende mit dem starken Ergebnis von 715 Punkten auf Platz eins: Als Außenseiter holte er sich den deutschen Meistertitel.

Stockschütze Matthias Peischer überrascht bei deutscher Meisterschaft

Damit nicht genug: Er konnte erstmals die magische Grenze von 700 Punkten durchbrechen und gewann auch seine erste Einzelmedaille überhaupt bei den Herren. Matthias Peischer war selbst überrascht über seine Goldmedaille: „Der Titel war so sicher nicht zu erwarten. Für gewöhnlich reicht es für mich zu einem Top-Ten-Platz, aber für die Podestplätze haben einfach meist ein paar Punkte gefehlt.“ Erwartungsgemäß wurde der amtierende Welt- und Europameister im Mannschaftsspiel für die Qualifikation zur Heim-Weltmeisterschaft in Regen nominiert.

Für die WM-Qualifikation nominiert

Nicht ganz nach Wunsch lief es für die Damen-Nationalspielerin Verena Ruile im Einzel. Nach der Vorrunde reihte sie sich mit 266 Punkten auf Rang zehn ein. Im Finale startete sie mit 150 Punkten und machte einige Plätze gut. Da aber in der zweiten Hälfte nur noch 109 Punkte folgten, fiel sie wieder auf Rang zehn zurück. Ihren eigenen Erwartungen konnte sie damit nicht gerecht werden, dennoch wurde auch sie für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft nominiert.

Die Penzinger Herren hatten sich, wie berichtet, mit dem zweiten Platz in der 1. Bundesliga das dritte Jahr in Folge für die deutsche Meisterschaft im Mannschaftsspiel qualifiziert. Nach den Plätzen vier und zwei in den vergangenen beiden Jahren hoffte man natürlich, wieder ganz vorne mitzuspielen. Doch es kam anders. Nach einer durchwachsenen Vorrunde verpasste man das Finale. Matthias Peischer, Michael Wurmser, Stephan Ruile und Bernd Huttner mussten sich mit Platz sechs zufriedengeben. Neben Matthias Peischer wurden auch Michael Wurmser und Florian Lechle für die Qualifikation im Mannschaftsspiel für die WM nominiert.

Stefan Gießer beweist starke Nerven

In Regen kämpfte der Penzinger Nachwuchs um Medaillen bei der deutschen Meisterschaft. Den Auftakt machte der Zielwettbewerb. Als einer der großen Favoriten ging der Penzinger Stefan Gießer in der Klasse U16 ins Rennen – schließlich ist er amtierender bayerischer Meister. Doch die Vorrunde lief nicht wie gewünscht – Gießer erkämpfte sich 256 Punkte. Damit belegte er zwar Rang zwei, hatte aber bereits 29 Zähler Rückstand.

Stefan Gießer holte sich bei der deutschen Meisterschaft im Einzel Gold. Der Penzinger darf nun auch zum Qualifikationslehrgang für die Europameisterschaft.
Bild: FC Penzing

Im Finale der besten acht Teilnehmer zeigte der Penzinger im direkten Duell seine Nervenstärke. Mit 296 Punkten und damit 552 Gesamtpunkten krönte er sich zum neuen deutschen Meister. Nach dem Titel im Vorjahr bei der U14 setzte sich Stefan Gießer damit auch sofort in der nächsten Altersklasse an die Spitze. Auch er wurde für die Qualifikationslehrgänge für die Europameisterschaft der U16 nominiert. Ebenfalls im Zielwettbewerb vertreten war Jonas Aschenbrenner. Nach einer soliden Leistung belegte er in der Klasse U14 mit 150 Punkten Rang zehn.

Schlechten Start wieder wettgemacht

Im Mannschafsspiel trat der FC Penzing in der Klasse U14 mit Jonas Aschenbrenner, Manuel Karpf und Max Fahrmeier an. Der Start verlief denkbar schlecht, gegen Friedrichshall lag das Team um Coach Georg Willig bereits mit 0:15 hinten, doch dann wurde eine starke Aufholjagd gestartet, und mit 17:15 gewann Penzing das Auftaktmatch. Im Anschluss zeigte die Penzinger Mannschaft eine sehr wechselnde Leistung: Hohen Niederlagen folgten ebenso hohe Siege. Für einen Rang unter den Top Vier und die damit verbundene Finalteilnahme musste im letzten Spiel ein Sieg her – und der gelang mit 20:1 ausgerechnet gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Tabellenführer TSV Niederviehbach.

Die Penzinger U14-Mannschaft mit (von links) Teambetreuer Georg Willig, Manuel Karpf, Jonas Aschenbrenner, Max Fahrmeier, Jugendleiter und Nationaltrainer Matthias Peischer gewann Bronze bei der deutschen Meisterschaft.
Bild: Fahrmeier

Mit dem Sieg gegen den Tabellendritten Ramsau (17:5) hatten die Penzinger bereits Bronze sicher und sogar noch die Chance, ins Finale einzuziehen. Doch der nächste Gegner, erneut Niederviehbach, erwies sich als zu stark. Mit 5:21 unterlagen die Penzinger. Dennoch war die Freude bei Jonas Aschenbrenner, Manuel Karpf und Max Fahrmeier riesig, dass man wie im Vorjahr auf dem Podest bei der deutschen Meisterschaft stehen durfte. (lt)

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