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Landsberg

30.10.2019

TSV Landsberg: Coach Sven Kresin will "einstellig bleiben“

Sven Kresin hat die Bayernliga-Fußballer des TSV Landsberg aus der Abstiegszone geführt. Für die Rückrunde gibt er klare Ziele aus.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Sven Kresin hat die Fußballer des TSV Landsberg aus der Abstiegsregion  der Bayernliga geführt. Nach der Vorrunde zieht er Bilanz. Der Trainer verrät auch, wie er nach den Spielen abschaltet.

Er kam, trainierte - und siegte: Als Sven Kresin die Bayernliga-Fußballer des TSV Landsberg nach dem achten Spieltag übernommen hat, waren die TSVler in großer Abstiegsgefahr. Doch mit dem neuen Trainer kam der Erfolg zurück. Das Landsberger Tagblatt hat sich mit Kresin über die vergangenen Wochen, seine Ziele und sein Erfolgsrezept unterhalten.

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Walter „Schoko“ Schachner, der österreichische „Held von Cordoba“ und Ex-Trainer des TSV 1860 München, hatte immer eine ganz eigene Sicht der Dinge. Wie eine besondere Statistik bewies, die der Ex-Nationalspieler so gerne an die Kabinentüre heftete: Es war die von ihm erfundene „Schoko-Tabelle“. Bei der wurden nur die Spiele unter der Regie des Österreichers gewertet, die Partien seiner Vorgänger gestrichen.

Niederlage zum Ende der Vorrunde

Gäbe es in Landsberg die „Sven-Tabelle“ würde der Bayernliga-Aufsteiger TSV Landsberg einen Top-Platz belegen. Neun Spiele gab’s bislang unter dem 43-Jährigen, der nach acht Spieltagen übernommen hatte. Landsberg belegte damals Platz 14, höchste Abstiegsgefahr! Doch Kresins Rückkehr brachte den erhofften Effekt. Seine Bilanz: Fünf Siege, je zwei Unentschieden und Niederlagen – 17 Punkte (Schnitt: 1,89) also in der „Sven-Tabelle“ und ein respektabler, achter Tabellenplatz.

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Mit dem 2:3 gegen die Zweite von 1860 ging die Vorrunde zu Ende. „Ich bin bis auf das Spiel gegen die Löwen sehr zufrieden. Es war nicht zu erwarten, dass wir so einen Lauf bekommen. Und wir haben die fünf Spiele verdient gewonnen“, lautet Kresins Resümee. Sein Ziel für die Rückrunde, in der bis zur Winterpause noch fünf Spiele anstehen: „Wir wollen einstellig bleiben und mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Er weiß: „Das wird kein Selbstläufer, denn in dieser Liga kann fast jeder jeden schlagen. Außer Pipinsried und Wasserburg gibt es keine Mannschaft, die herausragt. Wir müssen weiter hart arbeiten.“ Wie bisher unter seiner Regie.

Stellt sich natürlich die Frage, was hat der Ex-Profi in Landsberg anders gemacht als sein Vorgänger Herrmann Rietzler? „Ich habe einfach versucht, die Fehler zu minimieren und nach vorne ein bisschen präsenter zu werden.“ Zudem schaffte der neue Coach gleich mal den „spielenden Co-Trainer“ ab, jene Rolle, die Rietzler Neuzugang Florian Mayer zugedacht hatte. „Ich wollte ihm damit nichts wegnehmen, sondern ihm zeigen, dass die Arbeit auf dem Feld erst mal Priorität hat und dass er als Spieler wertvoller ist, denn als spielender Co-Trainer.“ Das hat sich ausgezahlt: „In den vergangenen Wochen hat Florian Maier beständig gute Leistungen gebracht. Er ist eine Stütze der Mannschaft geworden.“

Kresin selbst hat viele Trainer erlebt

Kresin hat in seiner langen Laufbahn für neun Vereine gespielt, jede Menge Trainer erlebt, „viele, von denen ich viel gelernt habe. Wie in Erfurt von DDR-Torwartlegende René Müller und seinem Co-Trainer Alois Schwarz, der jetzt den KSC trainiert“. Am längsten spielte der Landsberger Coach für die Münchner Löwen: 132 Spiele für die Amateure (1996 bis 2001).

Da lernte der Abwehrspieler auch den Trainer kennen, der ihn „sehr geprägt“ hat. Es war der Wiener Peter Pacult, eine 1860-Legende. „Er war immer gradlinig, hat immer gesagt, was er gedacht hat. Richtig cool, wie er die Mannschaft führen konnte. Das war sehr lehrreich.“

Zu einem Profi-Einsatz bei den Löwen kam Kresin, der jetzt in Landsberg das Fitness-Studio „Strengh&Movement Area“ leitet („Da zeige ich den Menschen, wie sie sich richtig bewegen sollen.“) übrigens nicht.

Er erinnert sich: „Ich saß nur einmal unter Werner Lorant auf der Bank. Das war eine Zeit, in der nicht so auf die Jugend gesetzt wurde. Benny Lauth oder Andy Görlitz kamen erst später, meine Generation hat herausragende Spieler wie Jens Jeremies, Peter Nowak oder Bernhard Trares.“

Alles lange her: 1860 – das war einmal. Aber der Fußball hat Kresin nie losgelassen. Und wenn er daheim in Erpfting abschalten will, warten neben Ehefrau Manuela und den Kindern Constantin und Anna-Sophie zwei beste Freundinnen auf ihn: Die französischen Bulldoggen Rosi und Paula, denen es völlig egal ist, ob ihr Herrchen gewonnen oder verloren hat. „Hunde begleiten uns auf unserem Weg“, verrät Kresin. Hunde und der Fußball...

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