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Landsberg

15.11.2019

Über dieses Spiel des HC Landsberg wird noch lange gesprochen werden

Am Ende gab es überall lachende Gesichter: Die Landsberg Riverkings setzten sich nach Penaltyschießen gegen Königsbrunn durch.
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Am Ende gab es überall lachende Gesichter: Die Landsberg Riverkings setzten sich nach Penaltyschießen gegen Königsbrunn durch.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Beim Abschiedsspiel von Andrew McPherson fallen 17 Tore. Erst durch Penaltyschießen wird die Eishockey-Partie zwischen den Landsberg Riverkings und dem EHC Königsbrunn entschieden.

Andrew McPherson konnte sein letztes Spiel für die Landsberger Riverkings in vollen Zügen auskosten. Erst im Penaltyschießen wurde der Sieger in der Partie gegen Königsbrunn ermittelt. Aber das war nicht alles. Zu Gast war auch Erich Kühnhackl, der „Eishockeyspieler des Jahrhunderts“, der den HCL für die vorbildliche Nachwuchsarbeit belohnte.

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Was war das für ein Spiel: 14 Tore fielen in den regulären 60 Spielminuten. Doch das reichte nicht. Nach dem 7:7 ging es erst mal in die Verlängerung. Fünf Minuten, von denen Landsberg zwei in Unterzahl überstehen musste, brachten auch noch keine Entscheidung. Doch im Penaltyschießen fielen dann die Tore - insgesamt drei: Am Ende holte sich der HC Landsberg hoch verdient den Zusatzpunkt. Und daran hatte auch Andrew McPherson seinen Anteil: Er verwandelte einen Penalty, den anderen versenkte Thomas Fischer – und David Blaschta im HCL-Tor musste nur ein Mal hinter sich greifen. Die Landsberger Fans unter den 1225 Zuschauern waren auf jeden Fall zufrieden.

Dieses Finale passte auch zum Spiel, das einfach nur kurios war. Im ersten Drittel zeigten die Landsberger einige Unkonzentriertheiten und das nutzte Königsbrunn gnadenlos aus. Zwar legte der HCL durch Markus Kerber (2.) vor, aber dann machte man es den Gästen zu leicht. In der 3., 5. und 10. Minute sorgten Sramek, Becher und Bauer für das 3:1 für den EHC. Blaschta, der eine tolle Leistung zeigte, war machtlos. Landsberg meldete sich eindrucksvoll zurück: Innerhalb von einer Minute trafen Mika Reuter und Dennis Sturm (14.) zum 3:3-Ausgleich.

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Landsberg läuft immer einem Rückstand hinterher

Auch das zweite Drittel war spielerisch nicht hochklassig, aber es wurde gekämpft. Wieder legte Königsbrunn vor durch Becher (23.) – Thomas Fischer glich zum 4:4 aus (26.). Gleiches Spiel beim 5:5 – erst traf Trupp (31.), dann Sturm (33.). Erst im letzten Drittel änderte sich die Reihenfolge. Christopher Mitchell glich in der 54. Minute das 6:5 der Gäste aus, doch dann traf Dennis Sturm in der 58. Minute zum 7:6 für Landsberg. Das wäre es bei einem normalen Spiel gewesen – aber nicht bei diesem. 48 Sekunden vor Schluss gelang Königsbrunn der erneute Ausgleich, es ging in die Verlängerung und ins Penaltyschießen.

Damit wurde auch dem „Eishockeyspieler des Jahrhunderts“ richtig was geboten. Schon nach dem ersten Drittel war Erich Kühnhackl begeistert. „Es ist ein tolles Spiel“, lautete sein Kommentar, während er sich unter die Zuschauer mischte, zahllose Autogramme schrieb und für jeden ein freundliches Wort hatte. Aber Kühnhackl war nicht nur zum Zuschauen gekommen, er hatte für den Nachwuchs des HC Landsberg noch was dabei: Einen Satz Trikots spendete seine Stiftung, mit der die Eishockey-Jugend fördert. „Es geht nicht nur darum, dass aus der Jugend Nationalspieler oder NHL-Spieler rauskommen“, sagte Kühnhackl gegenüber dem LT. „Es geht darum, dass die Jungs und Mädels, die aus einer solchen Mannschaft rauskommen, gewappnet sind fürs Leben.“ Und um solche Spenden zu überreichen, „muss man auch mal vorbeikommen.“ Was Thomas Blaschta, HCL-Vorsitzender für den Nachwuchs als einen „Ritterschlag für uns“, empfand.

Ein "Ritterschlag" für den HC Landsberg

Wurde Andrew McPherson nach dem Spiel noch lange von den Fans gefeiert, so hatte Frank Kurz, Präsident des HCL, die Verabschiedung schon vor der Partie übernommen. Er bedankte sich bei McPherson für dessen „Einspringen, als uns das Verletzungspech voll erwischt hatte“. Aber sein Dank galt auch McPhersons Frau Caro, „dass Du Andrew freigegeben hast“.

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