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Landsberg

22.11.2019

Überraschender Führungswechsel bei den Landsberger Footballern

Sue Abenthum ist nicht mehr Präsidentin beim Landsberg X-Press. Sie stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Nach zwei Jahren im Amt gibt Sue Abenthum den Posten als Präsidentin beim Landsberg X-Press wieder ab. Wer ihr Nachfolger ist.

Überraschender Führungswechsel bei den Landsberger Footballern: Sue Abenthum ist nicht mehr Präsidentin des Football-Regionalligisten. Warum sich die Chefin des Landsberg X-Press nicht mehr zur Wiederwahl stellte und wer ihr Nachfolger ist.

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„Ich habe mit mir gerungen, ob ich den Vorsitz nicht weiterhin übernehmen kann, aber es lässt sich mit der Arbeit einfach nicht mehr vereinbaren. Ich habe eine 60-Stunden-Woche“, sagt Sue Abenthum auf Anfrage des LT. Sie war zwei Jahre Vorsitzende und davor Schatzmeisterin. Die Steuerberaterin hat im Sommer eine weitere Kanzlei in Kaufbeuren übernommen und musste Prioritäten setzen. Deswegen ging sie auf ihren Stellvertreter Harald Göbel zu, um eine Lösung zu finden.

In der Nacht auf Montag sind die Footballer des Landsberg X-Press (von links Simon Rau, Markus Gruberbauer und Christian Kerz) „nur“ Zuschauer: Wenn in Houston die 51. Super Bowl ausgetragen wird, laden die X-Men zur gemeinsamen Final-Party alle Football-Interessierten ins Cineplex nach Penzing ein. 

Harald Göbel und Markus Gruberbauer, zuständig fürs Marketing beim X-Press, stimmten sich ab. Gruberbauer erklärte sich bereit, den Vorsitz zu übernehmen. „Da sich kein anderer Bewerber für den Vorsitz gefunden hat, habe ich mich bereit erklärt. Der Verein liegt mir am Herzen“, sagt der 42-Jährige. Durch die Mitgliedschaft im erweiterten Vorstand hatte er in der Vergangenheit bereits Einblick, was ihn erwartet. Der Vater einer Tochter hat von 2009 bis 2016 beim Landsberg X-Press als rechter Guard in der Offensive gespielt. Er hat den Quarterback beschützt oder den Weg für den Runningback der Mannschaft freigeräumt.

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Sein Ziel ist es, dass der Verein vernünftig weitergeführt wird. „Sue hat sehr viel in die richtigen Wege geleitet, was die Strukturen angeht“, lobt er seine Vorgängerin. Der Verein stehe auf finanziell gesunden Beinen und die Jugendarbeit werde ausgebaut, verweist Grubenbauer, der im Vertrieb eines großen Unternehmens im Landkreis arbeitet. Die Jugendarbeit weiter auszubauen, hat aus seiner Sicht Priorität. Dafür will der Verein auch wieder verstärkt mit den Schulen zusammenarbeiten, beispielsweise bei Sportangeboten am Nachmittag.

Die Jugendarbeit soll ausgebaut werden

Ab acht Jahren können sich Kinder bei Landsberg X-Press anmelden und spielen zunächst ohne Körperkontakt. Es werden nur Fähnchen am Körper getragen, die der Gegenspieler abreißen darf. „Auf diese Weise werden die Kinder an das Spiel herangeführt, lernen Laufwege und das Fangen des Balls“, so Gruberbauer.

Die Landsberger Footballer haben zudem Mannschaften in der U 16 und U 19. Die dann bereits wie die Erwachsenen spielen. Gerade in der Altersgruppe sei es wichtig, die Jugendlichen bei der Stange zu halten und an die erste Mannschaft heranzuführen, betont Markus Gruberbauer. Langfristig könne man auch darüber nachdenken, noch höherklassig zu spielen, Priorität habe aber die Jugendarbeit.

Auch in Sachen Finanzen gibt es eine personelle Änderung

Sue Abenthum ist froh, dass es einen Nachfolger gibt. „Die ersten drei an der Spitze des Vereins haften mit ihrem Privatvermögen. Wir müssen Spieler bezahlen, Sponsorengelder eintreiben und viele Auflagen erfüllen, um am Spielbetrieb teilnehmen zu dürfen. Um die Aufgaben reißen sich nicht gerade viele Leute.“ Abenthum bleibt dem Verein aber im Hintergrund erhalten und kümmert sich unter anderem weiterhin um die Steuererklärung.

Einen Wechsel gab es bei den Vorstandswahlen des Vereins, der aktuell 240 Mitglieder hat, auch bei der Schatzmeisterin. Isabell Müller übernimmt die Aufgabe von Sabrina Wäcker.

Lesen Sie dazu auch: Mit High Heels über das Footballfeld

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