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Handball

06.11.2019

Wenn 29 Tore nicht zum Sieg reichen

Im Angriff hatten die Landsberger (am Ball Max Kaltstein, rechts Fynn Meier) keine Probleme, aber in der Abwehr zeigten sich ungewohnte Schwächen.

Die Herren und Damen der Landsberger Handballer werden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht

Die Herren und die Damen der Landsberger Handballer waren als Favoriten angetreten – ging es doch gegen die Bezirksoberliga-Aufsteiger. Aber sie wurden dieser Rolle nicht gerecht.

Die schmerzhaftesten Niederlagen sind die, die man als „unnötig“ bezeichnet. Und so eine kassierten die HerrenI beim SV Pullach. 29 Tore sollten eigentlich für einen Sieg reichen – aber das tun sie eben nicht, wenn man 34 kassiert. Das Ergebnis macht deutlich, wo das Problem der Landsberger lag.

Landsberg kam gut ins Spiel und blieb bis zum 7:7 (16.) dran. Doch gegen den körperbetont spielenden Gegner bekam man in der Abwehr immer mehr Probleme. Pullach kam in seinem ersten Heimspiel wie erwartet über die Begeisterung und den Kampf. Die Gastgeber gingen zwischenzeitlich 12:10 in Führung, aber Landsberg glich bis zur Pause auf 14:14 aus. In der zweiten Halbzeit war es dasselbe Bild: Landsberg traf regelmäßig, kassierte aber einfach zu viele Gegentore. Acht Tore in drei Minuten, für jede Mannschaft deren vier, das muss man erst mal hinbekommen (18:18/33.).

Wenn 29 Tore nicht zum Sieg reichen

Pullach war jetzt die etwas glücklichere Mannschaft, Landsberg hingegen bekam Probleme im Angriff und kassierte unglückliche Strafzeiten. Trotzdem blieb man in Schlagdistanz und war in der 50. Minute wieder auf 26:28 dran. Doch dann handelte man sich wieder Strafzeiten ein, das nutzte Pullach aus, um auf 31:26 (54.) wegzuziehen – damit war die Vorentscheidung gefallen. „Das Ergebnis sagt eigentlich alles“, war Trainer Dirk Meier nach dem Siel „not amused“. „Wir sind heute deutlich unter unseren Möglichkeiten geblieben, das Auf und Ab geht weiter.“ Aber nach einem „ab“ sollte ja wieder ein „auf“ kommen.

TSV: Erhard, Keller, Bräutigam (3), Stöcker, Eisen, Krauter, Meier (12/5), Hierstetter (2), Kaltstein (3), Schwarz (6), Seibel, Piepenburg (1), Uyar (2),

Knapper fiel die Niederlage der Damen beim BSC Oberhausen aus. Die Gastgeberinnen waren eigentlich nicht besser, gewannen aber mit 19:16. Zusammenfassend fehlte den Landsberger Damen die Effizienz im Abschluss, und so war es auch für sie eine unnötige Niederlage. Die Landsbergerinnen starteten gut. Die Führung wechselte immer wieder, jedoch wurde bald deutlich, dass im Rückraum zu viele Spielerinnen fehlten. Vor der Pause verloren die Landsbergerinnen etwas ihre Linie, das nutzten die BSC-Damen, um auf 12:8 wegzuziehen.

In der zweiten Halbzeit kämpfte sich Landsberg wieder auf 12:14 ran (37.), insgesamt ließ man aber zu viele Chancen liegen. Die Landsbergerinnen zeigten viel Engagement, wurden dadurch aber teilweise zu hektisch. So geriet man wieder deutlich in Rückstand. In der Schlussphase gelang es noch, einen Sechs-Tore-Rückstand auf den Endstand von 16:19 zu verkürzen.

Trainer Ecki Herber meinte anschließend: „Heute waren wir sicher nicht die eindeutig unterlegene Mannschaft, das haben wir schon eher selbst verloren. Abhaken und das nächste Mal besser machen, wir sind in einem Prozess, da muss sich noch manches entwickeln.“ (lt)

TSV: Stöcker, Marx, Krenss (1), Hierstetter (5), Hereth (1), Karlinger, Bonfert (2), Kemeny, Abe, Enders (1), Makella (3), Hahn (3/3), Kohlberg

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