Olympische Spiele

31.03.2016

Zum Zuschauen verurteilt

Eigentlich wollte Tobias Englmaier (links) noch den einen oder anderen Wettkampf bestreiten, um sein Ticket für die Olympischen Spiele abzusichern – jetzt muss er verletzt zuschauen und abwarten, ob die Konkurrenz an ihm vorbeizieht.
Bild: Oliver Lang

Der Judoka Tobias Englmaier hatte gute Chancen, in Rio zu starten. Doch jetzt brach eine alte Verletzung wieder auf und er muss um sein Ticket bangen.

Eigentlich sollte dies ein Bericht über einen – möglichst erfolgreichen – Wettkampf des Judoka Tobias Englmaier werden. Doch es kam anders für den Penzinger: Seine alte Knieverletzung ist wieder aufgebrochen und er musste sich operieren lassen. Ob es nun noch mit der Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Rio klappt, ist fraglich. „Aber entweder starte ich topfit oder dann gar nicht“, begründete Englmaier seine Entscheidung, sich unters Messer zu legen.

Die Qualifikation für den Penzinger, der beim Judoclub Samurai Landsberg begann, ist kompliziert. In seiner Gewichtsklasse (bis 60 Kilogramm) kann er sich über die Weltrangliste qualifizieren, dann muss er mindestens Platz 22 belegen – derzeit liegt er auf Rang 19. „Aber ich werde vor den Olympischen Spielen keine Wettkämpfe mehr bestreiten können“, sagt der 28-Jährige. Anders seine Konkurrenten, und die Nominierung der deutschen Mannschaft wird erst Ende Mai stattfinden. Ob es dann noch reicht? Englmaier klingt selbst eher skeptisch. „Aber es gibt noch eine zweite Möglichkeit, nämlich über einen der beiden Quotenplätze pro Kontinent. „Ich kann jetzt nur hoffen, dass keiner mehr reinrutscht.“

Die Entscheidung, sein lädiertes Knie zu operieren, war verständlicherweise extrem schwer. „Ich hatte mir im Juli vergangenen Jahres das Innenband gerissen, und im Oktober noch mal“, erzählt er von seiner Leidensgeschichte. Die Schmerzen kamen wieder und „die Ärzte waren sich nicht ganz sicher, ob es wieder gerissen ist, oder vielleicht gar nicht richtig angewachsen“. Was tun, so kurz vor den Olympischen Spielen? „Man hätte es konservativ versuchen können“, erzählt er – aber die Wahrscheinlichkeit, dass sein Knie halten würde, war mit OP höher: „Alles oder nichts“, sei seine Devise gewesen, denn „wenn ich in Rio starte, dann muss auch alles passen“. In vier bis sechs Wochen kann er mit der Reha beginnen, dann sollte die Zeit auch reichen, um wirklich auf den Punkt bereit zu sein – vorausgesetzt, die Konkurrenz drängt ihn nicht aus den Quotenplätzen.

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