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Landsberg

21.10.2020

Zwangspause für die Handballer wegen Corona angeordnet

Der Bayerische Handballverband hat entschieden, dass wegen der Corona-Pandemie in den kommenden Wochen keine Pflichtspiele stattfinden werden. 
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Plus Die Landsberger Handballer müssen wegen Corona mehrere Spieltage pausieren. Eine Entscheidung gibt es beim Hallenfußball und die Basketballer legen fest, wann sie antreten.

Für Handballer, Basketballer und andere Hallensportler war das Frühjahr eine schwierige Zeit. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Saison abgebrochen und auch der Zutritt zu den Hallen war nicht mehr möglich. Jetzt steigen die Fallzahlen wieder deutlich an und die Sorge ist groß, dass die gerade erst gestartete Saison ähnlich chaotisch verläuft wie die vorherige. Die Handballer bekommen dies bereits zu spüren.

Aufgrund der hohen Fallzahlen hat der Bayerische Handballverband am MIttwoch alle Partien für die kommenden drei Wochen abgesagt. Am 4. November soll dann darüber informiert werden, ob und wie es weitergeht. Der Verband hofft, dass die Saison am 14. und 15. November fortgesetzt werden kann. Aus Sicht von Roland Neumeyer, Abteilungsleiter des TSV Landsberg, ist die Saison damit kaum noch zu retten. „Unsere erste Mannschaft bei den Herren konnte schon zweimal nicht antreten. Nun kommen drei weitere Partien dazu. Wann sollen wir die alle nachholen? Bei den Damen sieht es nicht besser aus.“ Beide Teams spielen in der Bezirksoberliga.

Landsbergs Abteilungsleiter ist pessimistisch

Aus Sicht des Abteilungsleiters sei der Schritt zu erwarten gewesen. „Ich bin froh, wenn wir heuer noch einige Freundschaftsspiele bestreiten dürfen“, blickt er pessimistisch in die Zukunft. Einzig bei den Jugendlichen seien bislang keine Spiele ausgefallen. Neumeyer hofft, dass zumindest die Hallen nicht wieder geschlossen werden, um für den Nachwuchs Trainings anbieten zu können und diesen so bei der Stange zu halten. Zudem sei der Sport wichtig für Körper und Psyche, ergänzt er.

Mit Sorge blicken auch die Landsberger Basketballer auf die Entwicklung. Dort soll der Betrieb – Stand Mittwochnachmittag – zwar weiterlaufen, der Verein hat für sich aber eine klare Grenze gezogen, wie der Vorsitzende Horst Geiger informiert. „Müssen wir zu einem Gegner, in dessen Landkreis der Grenzwert von 50 positiven Fällen je 100.000 Einwohner überschritten wird, treten wir nicht an. Deswegen haben wir auch die Verlegung des nächsten Spiels in Memmingen beantragt.“ Mehrere Nachwuchsmannschaften sowie die zweite Herrenmannschaft hätten zudem entschieden, nicht am Ligabetrieb teilzunehmen.

Die Landsberger Basketballer wollen, dass ihr Spiel gegen Memmingen verlegt wird. In der Stadt liegt der Wert der positiv auf Corona getesteten Personen bei über 50 Personen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Ganz abgesagt ist bereits die Hallensaison im Fußball. Der Verband begründet dies damit, dass es „ein falsches Signal“ sei, Großveranstaltungen wie diese Turnierserie in geschlossenen Räumen zu organisieren. Hinzu komme, dass das entsprechend nötige, von staatlicher Seite geforderte Hygienekonzept mit Lüftungszeiten alle 120 Minuten bei den ohnehin engen Spielplänen nur sehr schwer umzusetzen wäre.

Auf die Meisterschaft in der Halle müssen die Fußballer heuer komplett verzichten.
Bild: Julian Leitenstorfer

Christoph Sporer, Vorsitzender des VfL Denklingen, hält die Entscheidung für richtig. „Die steigenden Fallzahlen geben den Verantwortlichen recht.“ Die Spieler des VfL hätten zwar Spaß am Hallenfußball, die Gesundheit stehe aber im Vordergrund, betont er. „Selbst beim derzeit laufenden Ligapokal sind doch alle gespannt, ob der Wettbewerb überhaupt zu Ende gespielt werden kann“, sagt er.

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