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Landkreis Landsberg

29.11.2019

Zwei Volleyball-Trainer für vier Kinder

Die Lechrain Volleys suchen händeringend männlichen Nachwuchs. Trainiert wird derzeit einmal in der Woche in Weil.
Bild:  Julian Leitenstorfer

Plus Die Lechrain Volleys suchen händeringend nach männlichem Nachwuchs. Mit welchen Problemen der Verein kämpft. Das LT hat eine Trainingseinheit besucht.

Zwei Trainer für vier Kinder – besser kann die Förderung für junge Sportler kaum sein. Doch das sieht man bei den Lechrain Volleys ganz anders.

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Derzeit versucht die neue Spielgemeinschaft nämlich, auch Buben für den Volleyballsport zu gewinnen, und das ist gar nicht so einfach. „Die Konkurrenz ist groß“, sagt Markus Reisacher, einer der beiden Trainer. Also wird die Werbetrommel gerührt, denn es gibt gute Gründe, die „Männerquote“ bei den Lechrain Volleys zu steigern.

Jakob, Artur, Sebastian und Paul genießen die Aufmerksamkeit der Trainer in der Weiler Schulturnhalle. Es wird getobt, gelaufen, geworfen und viel gelacht. Die Buben um Alter von neun und zehn Jahren haben sichtbar Spaß daran, den Ball über das Netz zu werfen beziehungsweise zu fangen. So streng wird es mit dem Pritschen und Baggern auch noch nicht gesehen. „In diesem Alter geht es darum, die Koordination zu schulen“, sagt Markus Reisacher.

Zwei Volleyball-Trainer für vier Kinder

Ein Bub und 15 Mädchen beim Training

Er spielt selbst bei den Herren der Lechrain Volleys – und diese brauchen dringend Verstärkung. „Natürlich dauert es noch einige Jahre, bis wir aus unserem eigenen Nachwuchs Spieler für die Herren bekommen“, weiß der Coach, aber irgendwann müsse man eben anfangen. Und anders als in vielen anderen Sportarten sind die Männer – jedenfalls im Landkreis – im Volleyball klar in der Minderheit. „Da steht an erster Stelle natürlich Fußball“, sagt Reisacher, der selbst auch beim Kreisligisten FC Weil Fußball spielt.

Auch der kleine Sebastian ist momentan „zweigleisig“ unterwegs: Er spielt beim TSV Landsberg Fußball und hat nun auch bei den Lechrain Volleys angefangen. „Mir macht beides Spaß.“ Beim TSV Landsberg hatte Sebastian schon mal beim Volleyball reingeschnuppert, erzählt sein Vater Peter. „Aber als einziger Bub unter 15 Mädchen, das war nicht das Richtige“, sagt Peters Vater mit einem Schmunzeln.

Das sei jetzt schon was anderes: „Mit den anderen Buben, ich glaube, da hat er jetzt Blut geleckt.“ Die ersten Versuche hat Sebastian im Urlaub gemacht – Stichwort Beachvolleyball. Ähnlich war es auch beim zehnjährigen Paul, wobei dieser vorbelastet ist: „Ich habe früher selbst Volleyball gespielt“, erzählt sein Vater Markus. Über eine Freundin habe er dann erfahren, dass die Lechrain Volleys eine Bubengruppe aufbauen wollen. „Ein paar Buben könnten wir schon noch brauchen“, meint. Paul. „Am Anfang ist es schon ein bisschen schwierig“, räumt der Zehnjährige ein, „aber es geht“ – und schon ist auch der Ball wieder im Spiel.

Trainiert wird derzeit einmal in der Woche

„Sechs bis acht Buben, das wäre optimal“, sagt Markus Reisacher. Und er hofft, dass man die Trainingszeiten auch ausbauen kann. Momentan haben die Buben einmal in der Woche in Weil Training, eine zweite Zeit in Landsberg wäre auf jeden Fall von Vorteil. An Trainern würde es nicht mangeln, um die Kinder auch optimal zu fördern. Diesmal ist Stefan Fissek, Trainer der Herren, mit in der Halle. „Früher hat es im Landkreis mehr Herren-Mannschaften gegeben“, blickt er zurück, doch inzwischen stellen sie die absolute Minderheit dar. Dabei, so Fissek, habe Volleyball gegenüber dem Fußball Vorteile: „Es gibt nicht so viel Kontakt mit dem Gegner, damit ist auch die Verletzungsgefahr geringer.“

Auch wenn die neue Trainingsgruppe für Buben im Alter zwischen neun und elf Jahren vorgesehen ist, sind auch Ältere bei den Lechrain Volleys willkommen. „Auch 14- oder 15-Jährige können gerne zu uns ins Herrentraining kommen“, sagt Stefan Fissek.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Lechrain Volleys oder bei Markus Reisacher unter Telefon 01520/6477568.

Hier lesen Sie mehr zum Thema: Aufschlag für Lechrain Volleys

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