Der Landsberg X-Press war heiß auf den ersten Heimsieg in der Football-Regionalliga, das war dem Team von Beginn an anzumerken. Doch daraus wurde nichts: Gegen die Spartans aus Neu-Ulm mussten sich die Gastgeber am Ende deutlich mit 27:41 geschlagen geben, zu deutlich. Vor allem in der zweiten Halbzeit machten sich die Landsberger das Leben selbst schwer und so „tut die Niederlage heute mehr weh, als die gegen Fürstenfeldbruck“, kommentierte X-Press-Präsident Julius Angerer die Pleite.
Gegen Fürstenfeldbruck, ein ganz besonderes Derby für die Landsberger in der Regionalliga, hatten sich die X-Men mit 0:28 geschlagen geben müssen, da lief es diesmal in der Offense der Gastgeber schon besser. Dennoch reichte es nicht, das lag vor allem daran, dass sie einfach zu viele Strafen kassierten: Die Offense bewegte sich zu früh oder es gab auch persönliche Strafen. Damit gaben die Landsberger mehrmals das Momentum aus der Hand.
Der X-Press kann die Angriffe der Gäste nicht stoppen
Dabei hatten sich die X-Men nach einem schwachen Start schnell gefangen. In der Defense fand der X-Press vor allem gegen die Läufe der Gäste kein probates Mittel – immer wieder machte auch der Quarterback der Spartans die nötigen Yards, um die nächsten vier Versuche zu erzielen. Während die X-Men mit ihrem ersten Angriff gleich steckenblieben, marschierten die Spartans munter übers Feld: Zwei Touchdowns mit Extra-Punkten sorgten für eine 14:0-Führung der Neu-Ulmer nach dem ersten Quarter. Es schien wieder eine herbe Niederlage zu geben.
Doch die X-Men fingen sich im zweiten Abschnitt und verkürzten schnell mit einem Touchdown durch Bryant Hayes, auch der Extrapunkt gelang im zweiten Anlauf durch Hannes Haugg. Der nächste Angriff der Gäste wurde nicht nur gestoppt: Christoph Kieß gelang eine Interception – er fing den Pass ab und brachte den X-Men das Angriffsrecht zurück. Jetzt lief es beim X-Press, denn dieser Angriff brachte den Ausgleich durch Hannes Haugg, der den Touchdown und den Extrapunkt erzielte. Landsberg schien nun Oberwasser zu haben, aber nur bis zum nächsten Angriff. Im vierten Versuch gelangen Neu-Ulm nicht nur die nötigen zehn Yards, die Gäste liefen bis zum Touchdown durch. Zwar kamen die Landsberger noch mal bis zur 20-Yard-Linie der Gäste, doch das war‘s, mit dem 14:21-Rückstand ging es in die Pause.
Neu-Ulm baut die Führung nach der Pause schnell aus
Mit Ballbesitz startete Neu-Ulm in die zweite Hälfte und eigentlich stand die Defense der Gastgeber nun besser, wären da die Strafen gewesen. So kamen die Spartans schnell an die Endzone und bauten nach wenigen Minuten die Führung auf 28:14 aus. Und dieses Muster blieb erhalten, denn auch nach eigenen guten Spielzügen gingen durch Strafen immer wieder wichtige Yards verloren. So ging der Ball wieder an die Gäste, die mit einem langen Pass und noch längerem Lauf schnell auf 35:14 davonzogen.
Noch war nicht alles verloren für die Landsberger, denn ein schöner Pass von Quarterback Luki Saurwein wurde von Paul Stirn in die Endzone getragen und Hannes Haugg erzielte den Extrapunkt zum 21:35 – noch war genug Zeit auf der Uhr, um die Partie zu drehen. „Aber jetzt darf Neu-Ulm keine Punkte mehr machen“, hatte X-Press-Präsident Julius Angerer schon eine Vorahnung. Denn die Spartans legten noch mal sechs Punkte zum 41; 21 obendrauf, da half dann auch der Touchdown von Bryant Hayes nicht mehr, Landsberg ging auch im zweiten Heimspiel – diesmal vor fast 760 Zuschauern – leer aus.
Für Julius Angerer war es natürlich nicht der Abend, den er sich und dem Team gewünscht hatte. „Aber man darf nicht vergessen, dass die Liga extrem stark ist.“ Erneut seien es Kleinigkeiten, wie eben die Frühstarts, gewesen, die Landsberg immer wieder wichtige Meter gekostet hatten – aber die Saison ist noch lang.
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