Nur zu gerne hätte der TSV Landsberg im Spitzenspiel der Fußball-Bayernliga gegen den TSV 1860 München II den Aufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht. Doch es reichte nicht: das 1:1-Unentschieden war hochverdient, jetzt aber müssen die Landsberger den Samstag abwarten. Was aber viel bitterer war: Es gab zwei schwere Verletzungen, fast wäre die Partie sogar abgebrochen worden.
Nur zu gerne hätten die Landsberger zu Hause den historischen Aufstieg gefeiert, am Ende war dies aber fast nebensächlich. Allein die Tatsache, dass die Partie um 19 Uhr begann, aber erst um 21.40 endete – was ohne neuem Flutlicht kaum möglich gewesen wäre, sagt viel aus. Es war eigentlich ein sehr gutes Spiel, das, was man beim Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenzweiten Landsberg und dem Spitzenreiter erwarten durfte, doch die Verletzungen trübten den Spaß erheblich. Irgendwie passt es dazu, dass die Landsberger nun am Samstag „auf der Couch“, wie zweiter Abteilungsleiter Muriz Salemovic sagte, den Aufstieg feiern könnten, was nicht gewünscht war. Sollte nämlich Kirchanschöring gegen Geretsried unentschieden spielen, wären Landsberg durch.
Mehr als 1400 Zuschauer sind im 3C-Sportpark
Verdient hätten sie den vorzeitigen Erfolg, das haben sie gegen die „kleinen Löwen“ wieder unter Beweis gestellt – und sie hätten es auch verdient gehabt, vor der Riesenkulisse, mit gut 1400 Zuschauern, diesen Aufstieg zu feiern, aber es sollte nicht sein. Wenn man den Gastgebern einen Vorwurf machen möchte, dann, dass sie zu viele Chancen vergeben haben. Ansonsten zeigte der TSV eine kämpferisch und spielerisch tolle Leistung und hatte in der ersten Halbzeit auch die besseren Chancen. Das, obwohl München mit „ganz großer Kapelle“ angerückt war, wie Abteilungsleiter Werner Seemüller im Vorfeld angemerkt hatte. Die Landsberger ließen sich nicht davon beeindrucken.
Entscheidung für den TSV Landsberg vertagt
Erst in der 11. Minute hatten die Gäste ihren ersten Abschluss, der aber für TSV-Keeper Leo Leimeister kein Problem war. Doch nur eine Minute später gab es den ersten Zwischenfall: Bei einem Angriff der Löwen rumpelten bei der Abwehraktion Kilian Pittrich und Benito Alisanovic in der Luft mit den Köpfen zusammen – das Krachen war bis zum Spielfeldrand zu hören. Beide wurden lange auf dem Feld behandelt, zunächst sah es danach aus, als wäre die Partie für Alisanovic zu Ende, denn Pittrich stand schneller wieder. Stattdessen musste dann Kilian Pittrich verletzt von Platz, Alisanovic machte mit einem „Turban“ weiter. Was beachtlich war: Die Landsberger steckten den Schreckmoment außerordentlich gut weg und hatten bis zur Pause die besseren Chancen.
Landsberg geht durch Berwein in Führung
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit belohnten sich die Landsberger: nach Pass von Maxi Seemüller stellte Maxi Berwein auf 1:0. Gleich im Anschluss hatte die Heimelf noch zwei Großchancen, doch in der 58. Minute war die Abwehr ein einziges Mal nicht konsequent genug und schon gelang den Gästen der Ausgleich. Dramatisch wurde es nur fünf Minuten später: Es war ein ganz normaler Zweikampf, der aber für Münchens Max Jägerbauer dramatisch endete: Er blieb mit einer schweren Schulterverletzung liegen und das Spiel musste unterbrochen werden.
Der sehr souveräne Schiedsrichter Patrick Krettek schickte die Teams schließlich in die Kabine und alle warteten auf den Rettungswagen, der schnell eintraf, aber es dauerte, ehe der Münchner abtransportiert werden konnte. „Laut Regeln ist eine Unterbrechung von 30 Minuten möglich“, sagte Krettek – die waren bereits erreicht. Er besprach sich mit beiden Teams und die Partie wurde fortgesetzt. Es gab noch Chancen auf beiden Seiten, aber es blieb beim 1:1, und Landsberg muss nun am Samstag Geretsried, dem Gegner von Kirchanschöring, die Daumen drücken.
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