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Suchtberatungs- und Behandlungsstelle der Caritas in Landsberg: Wenn der Alkoholkonsum zum Problem wird

Landkreis Landsberg

Wenn der Alkoholkonsum zum Problem wird

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    Die modernisierte Suchtberatungs- und Behandlungsstelle des Caritasverbands für den Landkreis Landsberg befindet sich in der Brudergasse.
    Die modernisierte Suchtberatungs- und Behandlungsstelle des Caritasverbands für den Landkreis Landsberg befindet sich in der Brudergasse. Foto: L. Egen-Gödde/Caritas Landsberg

    Von Samstag, 13. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, findet die bundesweite „Aktionswoche Alkohol 2026“ statt. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsinitiative vieler sozialer Einrichtungen und der Politik zur Suchtproblematik – insbesondere mit Alkohol. Der Caritasverband für den Kreis Landsberg bietet laut einer Pressemitteilung in der modernisierten Suchtberatungs- und Behandlungsstelle in der Brudergasse 215 ein umfangreiches Angebot für Betroffene und Angehörige jeden Alters.

    Experten der Caritas erleben im Alltag, dass Alkohol als selbstverständlich gesehen wird, um zum Beispiel miteinander zu feiern. Allerdings steigt inzwischen die Zahl der Lokale und auch der Gastgeber, die eine breite Palette alkoholfreier Getränke anbieten. „Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, ob er Alkohol trinken will oder nicht“, sagt die Diplom-Psychologin Susanne Klein von der Caritas. „Nur wer erlebt, dass Feiern auch ohne Alkohol Spaß macht, hat wirklich eine freie Wahl.“

    Die Grenzen zum Alkoholmissbrauch sind fließend

    Die Grundproblematik beim Alkoholkonsum liegt nach den Erkenntnissen der Wissenschaft und auch des Caritas-Teams darin, dass die Grenzen zum Alkoholmissbrauch und in der Folge zur Alkoholabhängigkeit mit vielfältigen negativen Folgen für die Betroffenen und deren Angehörige fließend sind. Alkoholmissbrauch verursacht körperliche, psychische oder soziale Schäden, ohne dass zwingend eine körperliche Abhängigkeit vorliegt.

    Die Einrichtung in der Brudergasse steht laut der Pressemitteilung auch als Beratungsstelle zur Verfügung. „Wir wollen die Menschen für die Thematik und die daraus resultierenden Probleme und Gefahren sensibilisieren“, sagt Klein. Im persönlichen Beratungsgespräch werden – auf Wunsch zusammen mit den Angehörigen – die individuelle Situation und die Trinkgewohnheiten der Klienten mit ihren Folgen analysiert. Fachkräfte geben dann Hilfestellung zur Reduktion des Konsums und zur Bewältigung negativer Folgen im privaten oder beruflichen Umfeld.

    Einzelgespräche und Gruppensitzungen

    Bei Alkoholabhängigkeit vermittelt das Team laut der Pressemitteilung Basiswissen über die Erkrankung selbst, erläutert die Bausteine des Suchthilfesystems, zeigt den Angehörigen typische Begleiterscheinungen auf und Möglichkeiten, wie sie mit der Situation umgehen können. Therapeutische Formen sind dabei Einzelgespräche und Gruppensitzungen. Je nach Bedarf werden auch niedergelassene Psychotherapeuten oder Ärzte eingeschaltet, Kontakte zur stationären Weiterbehandlung oder zu Selbsthilfegruppen vermittelt. Die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle der Caritas ist telefonisch unter 08191/9699760 oder per Mail an suchtberatung@caritas-landsberg.de zu erreichen. (AZ)

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