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„The May 50K“: Angela Schmid aus Weil ist Botschafterin für Multiple Sklerose

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Angela Schmid aus Weil ist Botschafterin für Multiple Sklerose

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    Die Weilerin Angela Schmid läuft 69 Kilometer im Mai für die „dmsg - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.“ und ruft andere zum mitmachen auf.
    Die Weilerin Angela Schmid läuft 69 Kilometer im Mai für die „dmsg - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.“ und ruft andere zum mitmachen auf. Foto: Thorsten Jordan

    Multiple Sklerose ist eine oft unsichtbare Krankheit – so lange man jung ist. Wie Angela Schmid aus Weil. Die 33-Jährige bekam ihre Diagnose mit 28 Jahren. Seit fünf Jahren lebt sie nun damit und erzählt unserer Redaktion, wie die Krankheit ihr Leben verändert, keinesfalls aber ihre Lebenslust gebrochen hat.

    Doch zuerst geht es um ihr neues Amt als Botschafterin von „The May50K“. Dieser sperrige Name steht für ein internationales Projekt, bei dem im Mai Spenden für die MS Forschung gesammelt werden. Mitmachen kann jeder, und zwar auf zwei Arten: Entweder spendet man für eine Person, die sich für den Wettbewerb bereits angemeldet hat. Oder man registriert sich selbst, setzt sich ein Laufziel, spendet selbst dafür oder sucht Spender. Als Botschafterin macht Schmid die Aktion publik, hat sich aber selbst auch ein Ziel gesetzt. „Im Mai will ich 69 Kilometer gehen und laufen und 800 Euro an Spenden einwerben“, sagt die 33-Jährige.

    Leben mit MS: Job: zu belastend. Beziehung: zerbrochen. Kinderwunsch: begraben.

    Mehr gehen als laufen, denn gerade erst hat Schmid einen Krankheitsschub überwunden und ist dabei, ihre Fitness wieder zu steigern. Sport war und ist für die studierte Fitness-Ökonomin und Gesundheitsmanagerin essenziell. Ihre kräftige Muskulatur erzählt davon, auch wenn sie beim Sport oft kürzertreten muss. Schmid geht sogar noch weiter und sagt: „Dass ich immer sportlich war und mich gesund ernährt habe, hat mich gerettet.“

    Ihr Körper hat Kraft und diese geht auch in den schlechten Phasen nicht gänzlich verloren. Und auch ihre Psyche hat sich nach den schweren Wochen nach der Diagnose wieder gefestigt. Traurige Phasen stellen sich insbesondere ein, wenn die Schübe lange dauern und vieles, was sie gerne macht, wie Skifahren oder ihr Kraft- und Ausdauertraining im Fitnessstudio, pausieren muss. „Ich akzeptiere die Krankheit“, sagt sie. Dadurch richtet sich der Blick nach vorn, heraus aus der Dauerschleife „Warum gerade ich?“ Die Krankheit hat ihr Leben in allen Bereichen umgekrempelt. Job: zu belastend. Beziehung: an den Forderungen einer unheilbaren Krankheit zerbrochen. Kinderwunsch: begraben. Doch Angela Schmid hat sich neu aufgestellt.

    Angela Schmid kann MS etwas Gutes abgewinnen: „Heute weiß ich besser, was wirklich wichtig ist.“

    Inzwischen arbeitet sie nicht mehr in der Fitnessbranche, sondern sorgt bei einem Maschinenbauunternehmen dafür, dass die Mitarbeitenden gesund bleiben. Bei der Bewerbung sprach sie ihre Erkrankung offen an und wurde eingestellt. Die Stelle wurde sogar auf ihre Bedürfnisse angepasst. Und auch einen neuen Partner hat Schmid gefunden, der die Auswirkungen des Auf und Ab ihrer Krankheit akzeptieren kann. Wichtig war stets der Rückhalt in der Familie, so Schmid, die MS sogar etwas Gutes abgewinnen kann: „Heute weiß ich besser, was wirklich wichtig ist. Ich genieße das Gute und rege mit über Unnötiges nicht mehr auf.“

    626 Teilnehmer beim vierten Spendenlauf des FC Weil

    ... Spendenlauf für die Deutsche Multiple- Sklerose- Gesellschaft und die Gesellschaft für KinderKrebsForschung e.V., Start bei Geiers Stadl
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    36 Bilder
    Unsere Bildergalerie vom Start beim Spendenlauf für die Deutsche Multiple- Sklerose- Gesellschaft und die Gesellschaft für KinderKrebsForschung e.V.

    Die 33-Jährige strahlt eine spontane, ehrliche Fröhlichkeit aus. Die dunklen Seiten der Krankheit bleiben verdeckt: Hitzegefühl, Schmerzen, sporadische Gedächtnis- und Sprachstörungen. Nach drei Versuchen hat Schmid inzwischen ein Medikament gefunden, das sie gut verträgt. Dass es diese Medikamente, die das Fortschreiten von MS verlangsamen, gibt, ist intensiverer Forschung seit den 1990er-Jahren zu verdanken. Und genau hier setzt Schmids Engagement für „The May50K“ an – Spenden einwerben für mehr Forschung und die Krankheit bekannter machen. Wer für Angela Schmid spenden will, findet ihre Anmeldung unter https://www.themay50k.de/fundraisers/angelaschmid69. Registrierung oder Spenden sind möglich unter www.themay50k.de. Die Fortbewegungsart, ob Laufen, Gehen, Rollen, Schwimmen, Inliner oder Fahrrad fahren, ist übrigens egal – Hauptsache im Mai in Bewegung kommen.

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