Die Stadtwerke Landsberg werden ab dem Jahr 2027 Mitglied im Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Amperland (ZVTKA). Das geht aus einer Pressemitteilung des Kommunalunternehmens hervor. Mit dem Beitritt sollen demnach die Weichen für eine langfristig sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Klärschlammentsorgung gestellt werden.
Der Zweckverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die von Kommunen in den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck zur gemeinsamen, regionalen Entsorgung von Klärschlamm gegründet wurde. Seit der offiziellen Gründung im April 2022 übernimmt der Verband zentrale Aufgaben wie die Koordination der Behandlung, Abfuhr und thermischen Verwertung von Klärschlamm.
Für die Stadtwerke ist der Beitritt ein wichtiger strategischer Schritt
Für die Stadtwerke ist der Beitritt ein wichtiger strategischer Schritt, heißt es in der Pressemitteilung. Durch die Zusammenarbeit im ZVTKA sollen langfristig stabile Rahmenbedingungen für die Klärschlammentsorgung gesichert werden. Die Bündelung kommunaler Interessen trage unter anderem dazu bei, die Kostenentwicklung nachhaltig zu stabilisieren.
Gleichzeitig sollen die Stadtwerke Landsberg von einer hohen Versorgungssicherheit profitieren, da die Entsorgung gemeinsam organisiert und langfristig geplant wird. Die interkommunale Struktur ermöglicht es der Mitteilung zufolge zudem, zukünftige Herausforderungen – insbesondere im Hinblick auf strengere gesetzliche Vorgaben – frühzeitig und effizient zu bewältigen. Ein weiterer Vorteil aus Sicht der Stadtwerke ist die Perspektive einer nachhaltigen Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm. Das soll einen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Umsetzung einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft leisten.
Neben den Stadtwerken wurde auch der Abwasserzweckverband Penzing-Weil in einer öffentlichen Verbandsversammlung als Mitglied aufgenommen. Damit umfasst der ZVTKA künftig 24 Mitglieder und erreicht eine Gesamtgröße von rund 776.000 Einwohnergleichwerten (EW) bei einer jährlichen Klärschlammmenge von knapp 30.000 Tonnen. (AZ)
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