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Landvolk

14.09.2019

Bergbauer, Heiliger und zehnfacher Vater

Eine Gruppe des Landsberger Landvolks machte sich auf zu den Wirkungsstätten des heiligen Bruder Klaus, hier an der oberen Ranftkapelle mit Klause.
Bild: Helene Glatzel

Bildungsfahrt führt zum Herkunftsort des heiligen Bruder Nikolaus in die Schweiz

Bei schönstem Reisewetter startete eine Gruppe von Landvolkgemeinschaft Landsberg eine Dreitages-Bildungsfahrt nach Flüeli in der Zentralschweiz. Nach fünf Jahren war nun wieder eine Wallfahrt zum Landvolkpatron, dem heiligen Bruder Nikolaus von der Flüe, angesagt.

Der Schweizer Nationalheilige und Schutzpatron lebte von 1417 bis 1487 in Flüeli. Geboren am 21. März, gestorben am 21. März. Nikolaus von der Flüe war ein einflussreicher Schweizer Bergbauer, Soldat, Einsiedler, Asket und Mystiker. Er war verheiratet und hatte zehn Kinder. Mit fünfzig Jahren beschloss er, mit dem Segen seiner Frau Dorothea in den Ranft zu ziehen. Dort lebte und wirkte er in einer kleinen Klause weitere zwanzig Jahre bis an sein Lebensende. Seine Heiligsprechung erfolgte 1947. Er gilt als Friedensstifter, am 25. September feiert man seinen Namenstag.

Das erste Ziel der Gruppe war St. Gallen, mit einer Stadtführung entlang der alten Stadtmauer und durch die Innenstadt mit ihren schmalen Gassen und Fachwerkhäusern. Im Innenhof des Klosters St. Katharina ist ein mittelalterlicher Kreuzgang zu bewundern. Im Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen bestaunten die Reisenden auch den Dom St. Gallen sowie den Barocksaal der Stiftsbibliothek mit ihren kostbaren Handschriften.

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Zur Blüte kam die Stadt mit den Webern. Weltbekannte St. Gallener Stickereien sind in der Modebranche stets präsent. Ein Bauernmarkt mit regionalen Köstlichkeiten rundete den Besuch ab. Nachmittags kam die Gruppe am Sarner See an. Herrliches Wetter lud zum Verweilen ein. Viele besuchten hier das Sarner Jesulein aus dem 14. Jahrhundert im Frauenkloster St. Andreas.

Angekommen in Flüeli zogen die Reisenden am Abend in einer besinnlichen Lichterprozession vom Geburtshaus des Bruder Klaus zum Wohnhaus seiner Familie.

Am frühen Morgen gingen sie in den Ranft hinab, um anschließend in der oberen Ranftkapelle mit Landvolkpfarrer Pater Tassilo Gottesdienst zu feiern. Ein bewegender Beitrag an diesem mystisch-idyllischen Ort. Mit Besichtigung der Klause waren alle am Ziel angekommen.

Nachmittags war ein Ausflug in die Bergwelt durch das Melchtal angesetzt, mit der Seilbahn ging es hinauf auf die Hochebene Melchsee.

Am Sonntagmorgen gingen die Reisenden zu Fuß hinab nach Sachseln. Dort beschlossen sie ihre Wallfahrt mit einem feierlichen Wallfahrtsgottesdienst mit der Gemeinde, in der Grabeskirche des Bruder Klaus, musikalisch gestaltet durch den Züricher Kirchenchor. Die Heimreise führte über Kloster Maria Einsiedeln. Mit einer Andacht an der Gnadenkapelle der Schwarzen Madonna klang die Fahrt aus. (lt)

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