Sudetendeutsche Landsmannschaft

23.04.2013

Der Beginn einer leidvollen Epoche

Gedenken und Jahresversammlung in Kaufering

Landsberg/Kaufering Die Mitglieder der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL), Kreisgruppe Landsberg, trafen sich im Hotel Rid in Kaufering zu einer Gedenkfeier und zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen. Hierzu erreichte uns dieser Artikel:

Der Kreisvorsitzende Werner Haase begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und weitere Gäste. In einem würdigen Totengedenken an den 4. März 1919, dem Schicksalstag der Sudetendeutschen am Beginn einer leidvollen Epoche, wurde der damaligen Opfer gedacht. Vor 94 Jahren war in vielen Städten des Sudetenlandes für das vom damaligen US-Präsidenten H. Wilson, feierlich versprochene, später nicht realisierte Selbstbestimmungsrecht, friedlich demonstriert worden.

Die 3,5 Millionen Sudentendeutschen hatten darauf vertraut, so die Versammlung, dass das Selbstbestimmungsrecht für sie die Rettung von einer Fremdherrschaft sein würde. Soldaten schossen jedoch in die friedlichen Demonstranten. 54 Tote und Hunderte Schwerverletzte waren die tragische Bilanz.

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Sodann berichtete der Vorsitzende über die Aktivitäten des vergangenen Jahres in der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Im Weiteren berichtete er über die Wahlen in Tschechien. Milos Zeman wurde zum Staatspräsidenten in der Tschechischen Republik gewählt, Außenminister und Vizepremier Karl Fürst von Schwarzenberg verurteilte die Vertreibung der Sudetendeutschen. An einer Mauer in Prag ist eine Ausstellung über die Gräuel der Vertreibung von dem tschechischen Künstler Lukas Heudek, zu sehen. Werner Haase erwähnte die Rede des tschechischen Ministerpräsidenten Petr Necas bei seinem Besuch in München, die in den Medien ein starkes und positives Echo fand.

Ein großes Problem sei in der SL die altersbedingte sinkende Mitgliederzahl, bedauerte der Vorsitzende. So musste die SL-Kreisgruppe Heinrichshofen aufgelöst werden, da sich kein Nachfolger für den scheidenden bisherigen Vorsitzenden Herrmann Heidenreich fand.

Vorsitzender Werner Haase wiedergewählt

Nach den Kassenberichten folgten die Wahlen. Die Vorstandschaft war einstimmig entlastet worden. Wiedergewählt wurden einstimmig: Vorsitzender Werner Haase, zweite Vorsitzende Ingeborg Neumeyer, Kassenverwalter Horst Martinetz, Schriftführerin Ingeborg Neumeyer.

Horst Martinetz gab bekannt, dass die Fest-Abzeichen für den Sudetendeutschen Tag bei ihm zu bekommen seien, freien Eintritt zum Sudetendeutschen Tag erhalten Enkel und Urenkel, die ihre Groß-/Urgroßeltern begleiten. Der Vorsitzende bat die Landsleute, den „Sudetendeutschen Tag 2013“, der unter dem Motto steht „Zukunft braucht Heimat“ in Augsburg an Pfingsten zu besuchen, auf den die Zusammengehörigkeit der sudetendeutschen Volksgruppe und ihr Bekenntnis zur Heimat demonstriert werden kann. (lt)

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