Vortrag

15.05.2019

Pagoden und Buddha

Ingo Lehmann spricht bei SPDplus

Ingo Lehmann, Leiter der Arbeitsgruppe 60plus der Landsberger SPD, informierte mit einem Lichtbildervortrag über seine Reise durch Myanmar.

„Natürlich dominieren hier die Pagoden, immerhin ist Myanmar zu fast 90 Prozent buddhistisch“, so der Referent. „Aber es gibt auch christliche Kirchen, Moscheen, hinduistische und chinesische Tempel. Häuser aus der Kolonialzeit gibt es reichlich, aber durchweg stark sanierungsbedürftig.“

Der Vollmond im Oktober ist eines der höchsten buddhistischen Feste. Es geht um eine umgekehrte Himmelfahrt: Buddha hatte seine verstorbene Mutter im Himmel besucht, er blieb dort, und keiner seiner Anhänger wusste, ob und wann der Meister wiederkommen würde. Und er kam wieder – bei Vollmond im Oktober. Ein Festtag also. Überall ist viel los, alle Menschen sind auf der Straße. Auffallend und angenehm fürs Auge sind die festlichen, farbenfrohen langen Kleider der Frauen, häufig aus Seide. Auch die Männer tragen Röcke (Longhis).

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Nächste Etappe war die Ebene von Bagan in einer Biegung des Ayeyurwaddy. In einem Areal von acht auf fünf Kilometern stehen hier circa 3000 Pagoden. Oft sind es nur kleine, aber es gibt auch bis zu 40 Meter hohe Gebäude. Der Höhepunkt in Yangon ist die Shwedagon-Pagode. Sie thront auf einem Hügel und wurde der Legende nach bereits zu Buddhas Lebzeiten gebaut. Und dass unter ihrem Sockel ein Kästchen mit acht Haaren von Buddha sein soll, ließ sich nicht nachprüfen.

Ein weiteres Erlebnis war für den Referenten der Sonnenaufgang am Goldenen Felsen: stoische Ruhe und mystische Atmosphäre. Der Goldene Felsen ist eine Felskugel mit mehr als zehn Metern Durchmesser, die auf der äußersten Kante eines Felsstocks liegt. Die Kugel ist vergoldet, und daneben liegt eine riesige freie Fläche, auf der sich Hunderte Birmanen verteilten.

Und wieder spielen Haare von Buddha eine Rolle. Der Legende nach wird der Goldene Felsen nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten und fällt deswegen nicht in den Abgrund. Ein Buddhismus, der so auftritt, zeige seine Macht, so Lehmann. Der Buddhismus finanziert sich aus Spenden. Nach einer seriösen Information geben die ohnehin nicht begüterten Menschen ein Viertel ihres Einkommens für diese Spenden aus.

Lehmann schloss mit dem „Auffälligsten und Wichtigsten: der Offenheit und Freundlichkeit der Menschen in Myanmar“. Die Besucher applaudierten für einen informativen und lebendigen Vortrag. Ingo Lehmann stellte sich noch einer langen Diskussion. (lt)

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