Preisplatteln

23.05.2019

„Peiting Klassik“ trumpft auf

Zehn Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt, traten die „Peiting Klassik“ noch einmal vor die Augen der Wertungsrichter. Und belegten einen sensationellen fünften Platz.
Bild: Christine Wölfle

Seit 1910 drehen die Dirndl und stampfen die Buam

Das Preisplatteln des Lechgaus verliert nicht an Attraktivität. Jedes Jahr stellen sich Mädla, Buam und Gruppen den gestrengen Augen der sechs Wertungsrichter. Dass Platteln und Drehen in jedem Alter Spaß macht, bewiesen acht Trachtler des ausrichtenden Vereins Alpenrose Peiting in der Schloßberghalle und sorgten für eine handfeste Überraschung.

Seit 1910 gibt es das Preisplat-teln im Lechgau, allerdings zuerst nur für Gruppen. Erst 1925 wurden die Einzelwertungen eingeführt, die bis heute abgehalten werden. Fängt der Bua seine Tänzerin sauber ein? Schlägt und stampft er gleich und nicht zu leicht? Dreht das Dirndl ordentlich im Kreis? Schaukelt die Rockglocke auch nicht? Sind beide im Takt und haben eine saubere Tracht?

Jeweils drei Wertungsrichter schauen auf jedes noch so kleine Detail beim Platteln und Drehen. Am Ende steht eine Liste mit gemachten Fehlern und einer Gesamt-Haltungsnote. Addiert ergibt es das Ergebnis. Keine leichte Aufgabe, bei 165 Teilnehmern in sechs Altersklassen. Und dieses Mal ging es sehr eng her, besonders bei den ersten Plätzen. In drei Altersklassen wurde der erste Platz per Losnummer entschieden. Das passiert, wenn mehrere Teilnehmer die gleiche Wertung haben. So geschehen bei den Mädla Aktiv I. Hier hatte Vroni Strunz aus Böbing die Nase vorn, weil sie 40 Losnummern vor der Zweitplatzierten Regina Thiel aus Peiting gezogen hatte. Noch enger war es bei den Buam derselben Altersklasse: Die vier Erstplatzierten hatten eine Wertung von 7/0. Hier verhalf das Losglück Andreas Nöß aus Steingaden zum Sieg, vor Christian Kaindl aus Hofstetten und Florian Thiel aus Peiting. Max Multerer aus Peiting musste sich mit der Losnummer 123 mit dem vierten Platz begnügen. Mehr Glück hatte sein Bruder Franz in der nächsten Altersklasse, der sich nicht nur die Traumnote 3/0 erplattelte, sondern mit seinem besseren Los Johannes Linder aus Hohenfurch auf den zweiten Platz verwies. Bei den Mädla Aktiv II war die Sache klarer: Hier siegte Rita Horn aus Schongau mit einer Wertung von 6/0 vor Verena Multerer aus Peiting (7/1). Die tolle Stimmung während des Preisplattelns erreicht jedes Mal ihren Höhepunkt, wenn die Gruppen auftreten.

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Heuer stellten sich 21 Gruppen aus zwölf Lechgau-Vereinen der Wertung. Darunter eine ganz besondere: Unter dem Namen „Peiting Klassik“ traten, zehn Jahre nach ihrem letzten Auftritt, Birgit Multerer, Annelies Schamper, Monika Pössinger, Marianne Baab, Franz Multerer, Robert Schmid, Georg Multerer und Norbert Schelle unter die Augen der Wertungsrichter. Sie waren in ihrer aktiven Zeit oft Maß aller Dinge und haben offensichtlich nichts verlernt. Mit einer richtig schneidigen Vorstellung belegten sie am Ende den verdienten fünften Platz.

Hinter der Erstplatzierten jungen Gruppe der Alpenrose Peiting, die teilweise aus Kindern der „Klassiks“ besteht, folgten die Schloßbergler Schongau, Almfrieden und Steingaden I sowie die Schwalben-stoaner Hohenfurch I auf den Plätzen. (lt)

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