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Vortrag

09.11.2019

Unbeeindruckt von Gefahrenmeldungen

Dr. Hans-Jürgen Tzschaschel gab bei seinem Lichtbildervortrag vor der SPD 60plus Einblicke in die Geschichte von Israel.
Bild: Hans Bucsek

Die Geschichte Israels, eines jungen Landes, in dem die Konflikte nicht aufhören

30 Mitglieder der Arbeitsgruppe 60plus der Landsberger SPD trafen sich in der Kletterei in Kaufering zu einem Lichtbildervortrag von Dr. Hans-Jürgen Tzschaschel, der Israel unter politischem Blickwinkel betrachtete. Mit bestechenden Bildern von Land und Leuten faszinierte er die Besucher. Vor 70 Jahren wurde der Staat Israel gegründet. Nach 2000 Jahren der Verfolgung und des Exils gelang Ende des 19. Jahrhunderts die Gründung der Zionistischen Weltorganisation. Theodor Herzl verkündete seine Vision von der Besiedlung Palästinas mit jüdischen Ackerbauern, Handwerkern und Gewerbetreibenden.

Zwei Weltkriege und gut 50 Jahre sollte es dauern, bis dieser Wunsch Wahrheit wurde. Der jüdische Bevölkerungsanteil Palästinas stieg von etwa fünf Prozent Ende des 19. Jahrhunderts auf fast ein Drittel nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Einwanderer schufen politische Organisationen, kommunale Verwaltung und gründeten landwirtschaftliche Kollektivsiedlungen – was zu Unmut bei den Arabern Palästinas führte.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam das Gebiet unter britische Verwaltung. 1947 beschloss die UN-Vollversammlung die Beendigung des britischen Mandats und danach die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Die Staaten der Arabischen Liga, allen voran Syrien, Ägypten, der Irak und Jordanien, lehnten den Teilungsplan als inakzeptabel ab.

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Nach der Entscheidung begannen arabische Angriffe auf jüdische Siedlungen in ganz Palästina. Am 14. Mai 1948 rief David Ben Gurion den Staat Israel aus. Dies veranlasste Ägypten, Transjordanien, Syrien, Irak und den Libanon, in Palästina einzumarschieren, um die Proklamation des jüdischen Staates rückgängig zu machen.

Dies war der Beginn des ersten Nahostkrieges. Im Verlauf des Krieges dehnte Israel das Territorium weit über das von den UN zugestandene Gebiet hinaus aus. Konsequenz waren Flucht und Vertreibung Hunderttausender Palästinenser.

In den 70 Jahren seit Israels Staatsgründung kommt es bis heute immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Nachbarstaaten. Dr. Tzschaschel ließ sich während seiner Reise von den kursierenden Gefahrenmeldungen über den Palästinenserkonflikt nicht beeindrucken. Er hatte auch keinerlei angsteinflößende Erlebnisse während der Reise. Israel steckt in einem langen historischen Prozess, der noch nicht gelungen und noch nicht gescheitert ist. Wohin er führt, ist ungewiss. Allein der historischen Kultstätten wegen sei das Land eine Reise wert, so schloss der Referent. (lt)

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