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ADFC

11.10.2019

Wo der Herzog seine Sägemühle hatte

An der Lech-Staustufe 8a bei Kinsau. Die Staustufe, die erst 1992 fertiggestellt wurde, befindet sich im „Naturschutzgebiet Steilhalden und Flussauen des Lechs zwischen Kinsau und Hohenfurch“.
Bild: Wolfgang Pavel

Per Rad zu einem Ort mit einer ungewöhnlichen Geschichte

Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ führte die letzte Radtour der Trilogie beim ADFC Landsberg nach Herzogsägmühle. Von Landsberg aus ging es über das Fuchstal zum einstigen Römerort Epfach (Abodiacum) und weiter nach Kinsau. An der Staustufe 8a wurde der Lech überquert und die Steilhalden nach Aich und Birkland überwunden. Ein angenehmer Waldweg führte direkt in das Diakonie-Dorf der Inneren Mission Herzogsägmühle, das heuer 125 Jahre besteht und das ganze Jahr über mit zahlreichen Aktionen und Festlichkeiten aufwartet.

Zwischen 1450 und 1493 residierte Herzog Christoph der Starke in Schongau und betrieb nahe Peiting eine Sägemühle. Im Jahr 1894 erwarb der evangelische Pfarrer Adolf von Kahl drei landwirtschaftliche Gehöfte und diese Sägemühle und gründete eine Arbeiterkolonie, basierend auf einem interkonfessionellen Wohlfahrtsverein christlicher Prägung.

Herzogsägmühle ist ein Ortsteil von Peiting mit Kirche, Maibaum, Schulen, Geschäften, zahlreichen Werkstätten für Behinderte, einem Café und Wirtshaus und allem, was ein Dorf ausmacht. Die Bewohner erfahren im Rahmen einer offenen Dorfgemeinschaft Heimat und Hilfe für ihre Probleme.

Wo der Herzog seine Sägemühle hatte

Nach der Stärkung im „Café und Wirtshaus Herzog“ fuhr die Radgruppe über die sogenannte Lexe, ein früheres Bad, nach Peiting und von dort aus auf die Lechtalbrücke. Ein wunderbarer Blick zum Auerberg auf der linken Seite und auf den „Schongauer Lido“ auf der rechten begeisterte die Gruppe. Nach einigen Höhenmetern war Altenstadt mit dem Café am Rathaus erreicht. Auf der Weiterfahrt ging es über Schwabniederhofen in die Staatsforsten und über das „Breite Tal“ nach Denklingen.

Die restlichen Kilometer durch das Fuchstal vergingen im Nu. Ob die Namensbezeichnung Fuchstal von der Talform, die an einen Fuchs erinnert, kommt oder von den „fuchsig“ braunroten Wiesen im Sommer, konnte nicht abschließend geklärt werden. (lt)

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