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12.10.2017

Zwei Orte mit Verbindung

Heimatverein Polling besucht Walleshausen

Der Heimatverein Polling besuchte vor Kurzem Walleshausen. Franz Welz begrüßte die Gäste zu Beginn seiner Führung durch die Geschichte der Kirche „ Mariä Himmelfahrt“, die 1472 geweiht wurde. 1448 hatte das Augustinerchorherrenstift Polling die Pfarrei erworben, die bis zur Säkularisation 1803 Inkorporationspfarrei des Klosters Polling war. 1466 erfolgte ein Neubau, dessen gotische Gewölbe 1732 im Stil des Frührokoko umgestaltet wurden. Der Pollinger Propst Albert Oßwald (reg. 1701-1744) beauftragte den Stuckator Franz Xaver Feichtmayr sowie den Freskanten Johann Georg Wolcker.

Die Pollinger Besucher freuten sich natürlich über alle Bildhinweise, die mit dem Kloster Polling zu tun hatten: über dem halbrunden Chorbogen das Pollinger Tassilokreuz und darunter die scharrende Hirschkuh aus der Gründungslegende; über dem Marien-Hochaltar Joseph, der Nährvater Jesu, gemalt von Johann Baptist Baader (1717-1780), dessen 300. Geburtstag wir dieses Jahr feiern; rechts neben der Kanzel der Augustinus-Altar, der dem Patron der Augustinerchorherren gewidmet ist.

Franz Welz führte weiter in das private Heimatmuseum der Familie Welz in der Von-Miller-Straße, in dem Exponate aus Walleshausen und der Umgebung 5500 Jahre Geschichte veranschaulichen.

Das Museum war bereits 1954 von Franz Welz’ Vater Heinrich gegründet worden. In seiner Sammelleidenschaft hatte er Fundstücke aus Frühgeschichte und Mittelalter zusammengetragen. Um den Besuchern zu veranschaulichen, wie das Leben im 17. Jahrhundert aussah, zeigte er ihnen alte landwirtschaftliche Geräte und gewährte Einblick in das bäuerliche Hauswesen – in Küche, Stube und Schlafgemach. Das Besondere an diesem kleinen privaten Museum ist eben, dass Franz Welz zu jedem Stück eine Geschichte erzählen kann und auf diese Weise das Leben in längst vergangenen Zeiten vor den Augen und Ohren der Besucher wieder erstehen lässt.

Der Leiter und Organisator der Exkursion Peter Ott dankte Franz Welz begeistert und lud ihn nachdrücklich zu einem Gegenbesuch ins Museum des Heimatvereins nach Polling ein. (lt)

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