Den bundesweiten Vorlesetag haben die Omas for Future zum Anlass genommen, ein Vorlesebuch für Kinder ab sechs Jahren herauszubringen. In „Oma erzähl mir von der Zukunft“ reisen die kleine Lilly, ihre Oma und der Regenbogenwurm Flori in fünf „Städte der Zukunft“. Das sind real existierende Städte – zum Beispiel Kopenhagen, das 2025 das internationale Ranking der lebenswertesten Städte anführt – in denen die Menschen schon heute gesünder und zufriedener leben. „Mit diesen Geschichten wollen wir Lust auf Morgen wecken und Kinder für eine lebenswerte Zukunft begeistern“, erklärt Irmgard Busch von der Regionalgruppe der Omas for Future Landsberg in einer Pressemitteilung.
Welcher Eigenschaften und Aktionen bedarf es, um einen todkranken Regenbogenwurm zu retten? Im Buch hat das sprechende Fabeltier seine Regenbogenfarben verloren und hofft, sie mithilfe eines kleinen Mädchens und seiner Oma wiederzubekommen. Es stellt sich heraus, dass die Farben für Heldenkräfte stehen. So weist zum Beispiel Orange auf mutige Entscheidungen hin, Gelb auf kreative Lösungen und Grün auf gemeinschaftliches Handeln.
Dr. Thomas Goppel liest in der Platanenschule vor
Der ehemalige CSU-Staatsminister Dr. Thomas Goppel erklärte sich bereit, die Aktion zu unterstützen. In der Landsberger Platanenschule las er Kindern der ersten und dritten Klassen vor. Dass Grün für die heile Natur steht und wie wichtig dafür gute unbelastete Erde ist, erarbeitete Herr Goppel mit den Kindern, als in der Geschichte das Wort „Humus“ auftauchte. „Wisst ihr, was das ist?“ Kopfschütteln, dann: „Das kann man essen!“ Und eine andere Stimme: „Das kommt hinten beim Regenwurm raus!“ Skeptische Blicke. Eine weitere Erkenntnis: „Das ist Kichererbsenmus!“ Schließlich folgte die erhellende Unterscheidung zwischen Humus und Hummus.
Irmgard Busch hatte einen Bogen mit vielen regenbogenfarbenen Bändern für jede Klasse mitgebracht. Die jüngeren Kinder schrieben ihren Namen darauf und die älteren konkrete Vorschläge für eigenes umweltfreundliches Handeln. Elke Arle, Rektorin der Schule, förderte das generationenübergreifende Projekt und verlieh ihm insofern noch eine besondere Bedeutung, als es den Abschluss einer mehrtägigen Unterrichtseinheit zum Klimawandel und zum Umweltschutz darstellte.
Am Internationalen Vorlesetag (Freitag, 21. November) wird bundesweit vor weit über 1000 Kindern und mit weit über 100 Vorleserinnen und Vorlesern aus dem Buch „Oma erzähl mir von der Zukunft“ gelesen. Ab dem 24. November ist es dann laut der Pressemitteilung im Buchhandel zu erwerben. (AZ)
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