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Live-Ticker zum Krieg in Nahost: Amnesty wirft Israel Folter von Palästinensern aus Gaza vor

Live-Ticker zum Krieg in Nahost

Amnesty wirft Israel Folter von Palästinensern aus Gaza vor

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    Amnesty wirft Israel Folter von Palästinensern aus Gaza vor
    Amnesty wirft Israel Folter von Palästinensern aus Gaza vor Foto: Abdel Kareem Hana/AP, dpa

    Wir informieren Sie hier über die aktuellen Entwicklungen in Israel und der Situation im Nahen Osten.

    Krieg in Nahost im Live-Ticker

    Großangriff auf Israel: Am frühen Morgen des 7. Oktober 2023 hat die islamistische Hamas eine bislang beispiellose Anschlagsserie auf Israel verübt. Vom Gazastreifen aus feuerte die Gruppe, die von westlichen Staaten als Terrororganisation eingestuft wird, mehr als 2000 Raketen in Richtung Israel. In verschiedenen Städten Israels heulten die Warnsirenen, wie die Armee mitteilte. Auch in Tel Aviv und Jerusalem war Raketenalarm zu hören. Berichten zufolge wurden Zivilisten von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt. "Bürger Israels, wir sind im Krieg", teilte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als Antwort auf die Angriffsserie mit. Das Land wurde daraufhin in Kriegsbereitschaft versetzt. Die Kriegsbereitschaft ermöglicht es der Armee beispielsweise, Reservisten zu mobilisieren. Die israelische Armee nannte ihre Verteidigungsaktion "Iron Swords" (Eiserne Schwerter).

    Zahlreiche Politikerinnen und Politiker verurteilten die Angriffe der islamistischen Hamas aufs Schärfste. "Israel hat unsere volle Solidarität und das völkerrechtlich verbriefte Recht, sich gegen Terror zu verteidigen", schrieb etwa Außenministerin Annalena Baerbock auf der Plattform X (ehemals Twitter). Dort zeigte sich auch Bundeskanzler Olaf Scholz solidarisch mit Israel: "Deutschland verurteilt diese Angriffe der Hamas und steht an Israels Seite."

    Raketen-Terror in Israel: Die Hamas greift Israel an

    Zum Zeitpunkt der Angriffe feierte Israel gerade das jüdische Fest Simchat Tora (Freude der Tora). Die militanten Palästinenser seien über Land, See und Luft nach Israel eingedrungen, sagte der Armeesprecher Richard Hecht. An verschiedenen Orten gab es Kämpfe.

    Die Sicherheitslage in Israel und dem Westjordanland ist seit langem angespannt. Seit Jahresbeginn wurden 27 Israelis, eine Ukrainerin und ein Italiener bei Anschlägen getötet. Im selben Zeitraum kamen mehr als 200 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, Konfrontationen oder nach eigenen Anschlägen ums Leben.

    Israel hatte 1967 das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser beanspruchen diese Gebiete für einen unabhängigen Staat Palästina mit dem arabisch geprägten Ostteil Jerusalems als Hauptstadt. An der Gaza-Grenze war es im vergangenen Monat mehrfach zu gewaltsamen Protesten gekommen. Dabei wurden auch Sprengsätze auf Soldaten geworfen, mehrere Palästinenser wurden durch Schüsse verletzt. Die israelische Luftwaffe griff angesichts der Vorfälle mehrmals Posten der im Gazastreifen herrschenden militanten Palästinenserorganisation Hamas an.

    Im Gazastreifen leben mehr als zwei Millionen Menschen nach UN-Angaben unter sehr schlechten Bedingungen. Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die alleinige Macht an sich gerissen. Israel verschärfte daraufhin eine Blockade des Küstengebiets, die von Ägypten mitgetragen wird. (AZ)

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