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26.10.2011

Italien steht noch

Stefan Küpper.
Foto: Ulrich Wagner

Die Verschuldung des Landes ist zwar gewaltig, aber Italien könnte, wenn es wollte - anders als Griechenland. Doch die Regierung um Berlusconi braucht Druck. Von außen.

Wo steht Italien? Was ist jetzt gut für das Land? Ist es besser, die Regierung geht gleich, direkt nach dem EU-Gipfel? Besser, die Lega Nord lässt wie 1994 das Bündnis doch scheitern, trotz aller Dementis. Wie Märkte und Spekulanten auf einen Regierungswechsel reagieren würden, ist schwer zu sagen. Ist Italien wirtschaftlich beispielsweise näher an Griechenland oder doch eigentlich näher an Deutschland und Frankreich? Die Wirtschaft des von Silvio Berlusconi seit Jahren eigentlich nicht regierten Landes hat jedenfalls ein ganz anderes Fundament. Die Verschuldung ist zwar gewaltig, aber Italien könnte, wenn es wollte. Griechenland kann nicht mehr. Italien steht noch, selbst mit Berlusconi am Hals. Der Sommer hat aber gezeigt: Diese Regierung, solange es denn noch diese sein muss, braucht Druck. Druck von außen. Ohne die Rating-Agenturen beispielsweise hätte es so schnell keine Sparpakete gegeben. Ein Schubser in die richtige Richtung wird Italien auch beim EU-Gipfel nicht schaden. Italien wird deshalb nicht umfallen und Berlusconi darf ruhig stürzen.

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