Die deutsche Hightech-Industrie ist auf der Suche nach einer Erfolgsgeschichte. Und nun, nachdem sie die Idee des Cloud Computings Jahr für Jahr gefeiert hat, könnte sich daraus tatsächlich ein Wachstumsmarkt entwickeln.
Die Technik steht. Doch das heißt nicht, dass sie deswegen auch akzeptiert wird. Dem Großteil der Internetnutzer fehlt bislang das Vertrauen, ihre Daten aus der Hand zu geben. Das ist verständlich. Zu groß erscheint bereits jetzt die Übermacht von Datenkraken wie Facebook und Google. Firmen können es sich erst recht nicht leisten, sensible Kundeninformationen auszulagern – wenn sie nicht sichergehen können, in welchem Land diese gespeichert werden und wer darauf Zugriff hat.
Mit ihrem Leitthema liegt die Messe Cebit daher richtig. Firmen, die mit der Verwaltung kostbarer Daten Geld verdienen wollen, müssen sich das Vertrauen potenzieller Kunden erarbeiten. Aber auch die Politik ist in der Pflicht. Nötig sind nicht nur rechtliche Vorgaben, sondern auch verbindliche Standards. Denkbar wäre etwa ein Gütesiegel für Cloud-Anbieter. Schließlich sollte mit den Daten nicht auch das Vertrauen der Nutzer in einer Wolke verschwinden.