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Selenskyj: Ukrainische Streitkräfte haben russischer Armee "das Rückgrat gebrochen"
31.05.2011

Licht aus

Langwierige Genehmigungs-Prozeduren machen eine rechtzeitige Erneuerung des Stromnetzes nahezu unmöglich.

In Brüssel ist man überrascht, mit welch stoischer Ruhe die Deutschen bisher alle Warnungen in den Wind schlagen. Ohne massive Investitionen in Stromleitungen sei eine Energiewende nicht zu schaffen, hatte die Kommission vor Monaten gewarnt und dabei vor allem auf die öffentlichen Widerstände bei solchen Projekten gezielt und eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren gefordert. Dass damit Einschnitte in die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Bürger gemeint sind, wollte niemand wahrhaben.

Nun blasen Klimawissenschaftler und Unternehmensexperten in das gleiche Horn. Und sie haben recht: Die langwierigen Prozeduren bis zum Baubeginn machen eine rechtzeitige Erneuerung des Netzes nahezu unmöglich. Ob sich damit die Gefahr von Blackouts erhöht, sei dahingestellt. Tatsache aber ist, dass Investitionen von rund 200 Milliarden Euro EU-weit nötig sind, um marode Leitungen zu erneuern. Der große Aufschrei wird auch dieses Mal ausbleiben. Dabei setzen wir gerade unsere eigene Energiewende aufs Spiel. Die Kommission hat das früh erkannt und von Deutschland verbindliche Angaben eingefordert, wie man die Netze parallel zum Atomausstieg ausbauen will. Die Antwort steht aus.

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