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Nur mit mehr Kontrollen gibt es mehr Lebensmittel-Sicherheit

Nur mit mehr Kontrollen gibt es mehr Lebensmittel-Sicherheit
Kommentar Von Sarah Schierack
25.10.2019

Bund und Länder diskutieren, wie sich die Lebensmittelsicherheit verbessern lässt. Wer es ernst meint, wird um mehr Kontrollen nicht herumkommen.

Wenn ein Lebensmittel-Skandal aufgedeckt wird, kommen meist unappetitliche wie erschreckende Details ans Licht. So wurde schnell klar, dass in den Produktionshallen nicht nur der Schimmel wucherte, sondern auch, dass viele Mitarbeiter darüber Bescheid wussten. Sie tauschten sich aus, machten sogar Fotos. Diese Schilderungen passen nicht zum oft wiederholten Mantra der Ernährungsministerin, dass die Lebensmittelkontrollen in Deutschland hervorragend seien. Wenn offenbar über einen langen Zeitraum deutlich gegen das Lebensmittelrecht verstoßen werden kann, haben die Prüfer nicht genau genug hingesehen – oder hatten zumindest nicht die Gelegenheit dazu.

Die Zahl der Lebensmittel-Kontrollen ist gesunken

Den Kontrolleuren selbst kann man das kaum zum Vorwurf machen. Über Jahre wurde das Netz von Überprüfungen ausgedünnt. Zwischen 2007 und 2017 ging die Zahl der Kontrollen in Deutschland um mehr als 20 Prozent zurück – vor allem, weil nicht genug Geld da war. Es ist also scheinheilig, wenn die Ernährungsminister der Länder nun über die Gründe für die steigende Zahl von Lebensmittel-Rückrufen diskutieren. Denn der letzte Skandal war – wie so viele vor und wohl auch nach ihm – ein Skandal mit Ansage.

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26.10.2019

Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle, ich lese immer von von Kontrolle - aber sie passiert nicht und nirgends! Zumindest nicht dort, wo sie von Nöten wäre. Vermutlich ist immer nur die freiwillige Selbstkontrolle gemeint die für jede Sauerei Tür und Tor öffnet und keine Konsequenzen nach sich zieht, wenn etwas "schief" gelaufen ist. Zu wenig Personal ist das gebetsmühlenartig vorgetragene Argument. Dann müssen halt auch einmal Leute in den Ämtern etwas anderes machen und tun, als das, was man "gelernt" hat. Es gibt genügend davon, die man dafür verwenden und einsetzen könnte. Es müssen nicht noch mehr davon rekrutiert werden und die Staatskasse belasten. Anscheinend ist das ein gutes Argument diverser Ämter um nicht im notwendigen Umfang tätig werden zu müssen.

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