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Kommentar

02.08.2011

Scheidungen: Wenn das Recht mit der Zeit geht

Bild: Fred Schöllhorn

Das Scheidungs- und Unterhaltsrecht spiegelt den Wandel der Gesellschaft wider. Während 1977 die Frauen mehr Rechte bekamen, werden seit 2008 die Männer wieder unterstützt.

Mit der historischen Reform von 1977 stärkte die damalige sozial-liberale Regierung die Frauen und befreite viele aus einer existenziellen Abhängigkeit von ihren Männern in kaputten Beziehungen. Mit dem – wenn auch oft langsamen – Fortschritt der Gleichberechtigung in der Berufswelt gewannen die Frauen auch an Unabhängigkeit.

Dem trug die maßgeblich von Juristinnen in Politik und Justiz gestaltete Neuregelung des Unterhaltsrechts von 2008 Rechnung, das nun wieder die Ex-Ehemänner stärkte und den Unterhaltsbezieherinnen erheblich mehr Eigenverantwortung aufbürdete, auch dann, wenn es gemeinsame Kinder gibt.

Ehe und Familie hängen mehr denn je von Zuneigung und Verantwortung ab statt von finanziellen Zwängen. Und für die Gesellschaft wird eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wichtiger.

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