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09.05.2011

Zensus – damals und heute

Ganz anders als in den 80er Jahren gibt es heute kaum mehr Aufregung über die Volkszählung. Debattiert wird –wenn überhaupt – über die Kosten der Befragung.

Die 80er Jahre werden im Rückblick gerne als das Jahrzehnt der großen Protestbewegungen bezeichnet. Mit guten Gründen. Hunderttausende reihten sich in die Kundgebungen der Friedensbewegung ein, die – letztlich vergeblich – gegen die Nachrüstung auf die Straße gingen.

Mehr Erfolg hatte der Massenprotest gegen die Volkszählung. Der damalige Innenminister Friedrich Zimmermann (CSU) hatte mit aufreizend autoritärer Rhetorik versucht, die Zählung rücksichtslos durchzuziehen. Doch so obrigkeitshörig waren die Deutschen längst nicht mehr – und sie verfügten über selbstständig denkende Richter: Kurz vor Weihnachten 1983 schenkten die Verfassungsrichter den Bürgern das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ und erklärten die geplante Volkszählung kurzerhand für verfassungswidrig.

Das war richtig und wichtig, denn die Datensammelwut war damals weit ausgeprägter als bei dem aktuellen Zensus. Doch der Staat zeigte sich hartnäckig. 1987 wurde eine deutlich abgespeckte Volkszählung trotz unzähliger Aufrufe zum Boykott und Verfassungsbeschwerden nachgeholt.

Und heute? Übersetzt in die Spontisprache der Protestjahre könnte man formulieren: „Stell dir vor, es ist Volkszählung, und jeder macht mit.“ Debattiert wird nicht über den Zensus an sich, sondern –wenn überhaupt – über die Kosten der Befragung. Es stimmt ja auch, viele Deutsche haben das Recht auf ihre eigenen Daten längst freiwillig im Internet verhökert. Parallel dazu ist die Sensibilität für die Belange des Datenschutzes deutlich geringer geworden.

Dennoch, der Zensus in seiner heutigen Form ist angemessen und sinnvoll. Ein gesundes Misstrauen der Bürger gegenüber dem Daten sammelnden Staat ebenfalls.

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