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„Nürnberg“ erscheint in den deutschen Kinos: Russell Crowe spielt NS-Kriegsverbrecher Hermann Göring

Porträt

Vom Gladiator zum Ober-Nazi: Wie Russell Crowe seine Rollen verändert

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    Russell Crowe wird als Hermann Göring in „Nürnberg“ ab dem 7. Mai 2026 in deutschsprachigen Kinosälen zu sehen sein.
    Russell Crowe wird als Hermann Göring in „Nürnberg“ ab dem 7. Mai 2026 in deutschsprachigen Kinosälen zu sehen sein. Foto: Chris Pizzello/Invision, AP/dpa

    Als Maximus, der unbeugsame Feldherr in „Gladiator“, war Russell Crowe ein Körper aus Stahl und ein Mann der Tat, reduziert auf Kampf, Ehre und Vergeltung. Mehr als zwei Jahrzehnte später ist von dieser sichtbaren Kraft wenig geblieben – zumindest auf den ersten Blick. In „Nürnberg“ begegnet man einem gealterten, schwerer gewordenen Crowe, dessen Präsenz sich nicht mehr über Muskelkraft definiert. Eher über Gewicht, Blick und Stimme.

    Crowe prägt Filme mit Autorität und charismatischer Härte

    Seine Rolle verlangt keine sichtbare Kraft, sondern Kontrolle. Als Hermann Göring spielt er die rechte Hand Adolf Hitlers, einen durchtriebenen Manipulator. Dafür ist Crowe bekannt, er strahlt eine gewisse Autorität und Härte aus.

    2001 gewann der neuseeländische Schauspieler für seine Rolle in „Gladiator“ einen Oscar in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“. Für seine raue Art ist er unter anderem aus den Filmen „Master & Commander“, „State of Play“, „Robin Hood“ oder „Noah“ bekannt. Als schizophrener Mathematiker und Nobelpreisträger Nash in „A Beautiful Mind“ erhielt er 2002 den Golden Globe.

    Hingegen weniger bekannt ist seine musikalische Ader. Abseits der Leinwand tritt Crowe seit Jahren als Musiker auf, tourt mit seiner Band „Indoor Garden Party“ und pflegt ein Image, das weniger von Glamour und eher von Bodenständigkeit geprägt ist. Seine Gesangsküste lässt Crowe vor allem in den sozialen Medien zum Vorschein bringen, etwa auf Instagram. Dort teilt er Beiträge, die Musikvideos von ihm zeigen – und seine Fans einnimmt.

    Regisseur Vanderbilt zeigt im Film „Nürnberg“ komplexe Suche nach Gerechtigkeit

    Aber: Der ehemalige Gladiator ist längst zu einem Schauspieler geworden, der sich nicht mehr beweisen muss, weder im Film noch auf der Bühne. Man könnte meinen, er wählt seine Rollen mehr nach Interesse als nach Erwartung aus. Im Film „Nürnberg“ des Regisseurs James Vanderbilt rückt die Geschichte der berühmten Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg in den Mittelpunkt. Die Hauptkriegsverbrecher werden strafrechtlich zur Verantwortung gezogen.

    Crowe spielt eine zentrale Figur innerhalb dieses Spannungsfelds, das zwischen juristischen Abläufen und menschlicher Verantwortung steht. Es entfaltet sich ein Stück, das weniger auf große Bilder setzt als auf intensive Gespräche und Spannung. Der Film soll sichtbar machen, wie komplex es ist, Gerechtigkeit herzustellen, wenn die Dimension der Taten kaum zu fassen ist.

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