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Betreuung
06.08.2020

Vier Millionen Euro für den Kindergarten

Ein Großprojekt wird die Sanierung und Erweiterung des Hauses für Kinder auf der Uttinger Ludwigshöhe.
Foto: Dagmar Kübler

Das Haus für Kinder in Utting wird saniert und bekommt eine Krippe

Rund vier Millionen Euro wird die Gemeinde Utting in die Generalsanierung und Krippenerweiterung des Kindergartens Haus für Kinder investieren müssen. Dabei entfallen 3,2 Millionen auf die Baukosten. Da der Kindergartenbetrieb voraussichtlich in Container ausgelagert wird, entstehen noch weitere Ausgaben. Die vier Millionen Euro seien „mit Puffer“ gerechnet, betonte Bürgermeister Florian Hoffmann in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Planer Bernt Spengler stellte dem Gemeinderat seine seit der vorherigen Sitzung überarbeiteten Pläne vor und zeigte gravierende Mängel in der derzeitigen Bausubstanz auf. So gehen laut Spengler die Betondecken bis zum Putz auf der Außenwand, dies sorge für thermische Spannungen und Schimmelgefahr. Würden lediglich die Fenster erneuert – teilweise sind noch alte Kastenfenster verbaut, das älteste Haus stammt aus den 1960er-Jahren – so sei ebenfalls mit Schimmel zu rechnen, erläuterte Spengler. Deshalb sei eine Dämmung der Gebäude notwendig, was jedoch aufgrund gesetzlicher Vorgaben auch eine Lüftungsanlage erforderlich mache.

Die Gemeinde kommt also um eine energetische Sanierung nicht herum. In seinen ersten Ausführungen hatte Spengler die Maßnahmen und Kosten eines Neu- und Umbaus mit und ohne energetische Sanierung gegenübergestellt, was eine Differenz von rund 450000 Euro sichtbar machte. Bei der Heiztechnik schlug Spengler für die Grundlastversorgung eine Luftwärmepumpe vor, zusätzlich wird eine Gasheizung eingebaut. Wie berichtet werden neue Sanitäranlagen benötigt, das Dach wird saniert und auch bei den Wasserleitungen stehen Arbeiten an. Nach Abschluss der Sanierungen handele es sich um ein neuwertiges Haus auf dem Stand der Technik, sagte der Planer – jedoch um kein Niedrigenergiehaus: „Das wäre deutlich teurer.“

Wie bereits im Vorfeld angeklungen war, ist die Maßnahme förderfähig. Hoffmann rechnet auch damit, dass die Container-Zwischenlösung zu einem Drittel gefördert wird. „Wir können wieder eine gute Gebäudesubstanz herstellen, die die nächsten 30 Jahre hält“, begrüßte Hoffmann die Vorschläge des Planers, die auch den Gemeinderat überzeugten.

Kämmerer Florian Zarbo zeigte die Haushaltsplanung auf: Für 2020 sind 380000 Euro für die Baumaßnahme in den Haushalt eingestellt, der Löwenanteil von 2,57 Millionen Euro entfällt auf das Jahr 2021, für 2022 sind 270 000 Euro eingeplant. (küb)

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