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Italien handelt in der Coronakrise richtig

Kommentar Von Julius Müller-Meiningen
08.03.2020

Die italienische Regierung hat zur Eindämmung des Coronavirus extreme Maßnahmen verhängt. Die strengsten in ganz Europa. Doch sie sind richtig - und konsequent.

Die italienische Regierung hat extreme Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verfügt. 16 Millionen Italiener sind von der Quarantäne betroffen. Die Entscheidung ist drastisch, aber berechtigt. Sie ist dadurch begründet, dass so viele Menschen wie möglich auch im Notfall Zugang zu ärztlicher Versorgung haben sollen. Das Problem liegt dabei weniger in der Gefährlichkeit der Infektion.

Nur ein geringer Prozentsatz der Kranken benötigt ärztliche Hilfe. Problematisch ist die hohe Zahl der Ansteckungen. Auch wenn nur ein geringer Prozentsatz der Infizierten Hilfe braucht, sind das bei vielen Ansteckungen entsprechend viele Menschen. Die Kliniken in der Lombardei stoßen bereits an ihre Grenzen. Das Ziel der Quarantäne-Maßnahme ist die Verlangsamung der Ausbreitung des Virus.

Das Coronavirus macht Angst, weil es die Art und Weise unseres Zusammenlebens auf die Probe stellt. Italien reagiert angesichts der hohen Ansteckungszahlen richtig. Es ist sinnvoll, den sozialen Umgang miteinander so weit wie möglich einzuschränken. Das gebietet die Solidarität mit denjenigen, die im Falle einer schweren Erkrankung ärztliche Hilfe brauchen.

Alle Entwicklungen können Sie in unserem Live-Ticker nachlesen: Italien riegelt Gebiete ab – Erster Deutscher gestorben

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