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Neuerscheinung
31.10.2020

Promis kochen mit „besten Resten“

Michael Fuchs-Gamböck aus Dießen hat ein besonderes Kochbuch geschrieben. In seiner Küche testet er die Promi-Rezepte aus „Beste Reste“.
Foto: Petra Straub

Michael Fuchs-Gamböck aus Dießen veröffentlicht ein besonderes Kochbuch

„Es war diese Zahl, die mich zutiefst schockierte: Fast 82 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder Deutsche nach einer Studie der Universität Stuttgart aus dem Jahr 2017 im Schnitt pro Jahr in den Müll.“ Mit diesen Worten beginnt ein neues Buch von Michael Fuchs-Gamböck aus Dießen. „Beste Reste“ heißt es und beinhaltet Rezepte von 40 Prominenten. Von A wie Apfel-Rotkohlkranz von Konstantin Wecker bis Z wie Zöllner-Eintopf von Dirk Zöllner enthält dieses etwas andere Kochbuch Rezepte, bei denen vor allem Reste aus Kühlschrank und Vorratsküche verwendet werden.

Der Journalist und Buchautor Fuchs-Gamböck hat Personen des öffentlichen Lebens angeschrieben und darum gebeten „Tut was gegen diesen Irrsinn“, gemeint ist die Lebensmittelverschwendung. Er bat um ein Rezept und eine kleine Anekdote dazu und – er bekam Antworten.

Fräulein Menke, Max Mutzke, Sahra Wagenknecht, Hansi Kraus oder Ilse Aigner sind nur ein paar Namen, die sich in Fuchs-Gamböcks Kochbuch wiederfinden. Laura Siegel (Ehefrau des Komponisten Ralph Siegel) etwa schreibt zu ihrem Rezept Schweizer Älplermagronen: „Ich freue mich so sehr, ein Leibgericht aus Kindertagen vorstellen zu dürfen.“

Das Rezept der Älplermagronen sei schon über 100 Jahre alt und über die italienischen Gastarbeiter, die für den Bau des Gotthard-Tunnels in die Schweiz und zu den Bergbauern gekommen waren, zur Bereicherung auf dem kargen Speiseplan geworden.

Liedermacher Heinz Rudolf Kunze hat eine „Resterltarte“ beigesteuert und schreibt dazu: „... ich bringe es nicht übers Herz, irgendwelche noch genießbaren Lebensmittel wegzuschmeißen. Warum auch?“

Ähnlich wie Kunze denkt auch Fuchs-Gamböck, der überzeugt ist: „Kochen ist der Rock&Roll des Lebens“. Mit seinem Buch möchte er mehr Bewusstsein dafür schaffen, dass „viele Nahrungsmittel, anders als beim Verbrauchsdatum, nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar sind“. Er empfiehlt, vor dem Wegwerfen ein Lebensmittel zu betrachten oder daran zu riechen, dann stelle sich in vielen Fällen schnell heraus, dass genau dieses Lebensmittel durchaus noch genießbar ist.

Unterstützt wird das Projekt „Beste Reste“ von der Organisation „Slow Food“. Die Vorsitzende Dr. Nina Wolff schreibt in ihrem Vorwort zum Buch: „Das Prinzip ,Alles verwenden, nichts verschwenden’ gehört seit jeher zu den Leitgedanken von Slowfood.“ Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, sei eine soziale, ökologische und ethische Verantwortung. Dieser Verantwortung stelle er sich mit seinem Buch „Beste Reste“, das im 3H-Verlag erschienen ist, sagt Michael Fuchs-Gamböck. (vaf)

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