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Region Augsburg

12.05.2015

Pater verspricht Burschenverein 100 Liter Freibier, wenn ...

Blindes Vertrauen in ihren Seelsorger zeigten drei Sielenbacher Burschen, als ihnen Pater Michael eine Dortmund-Fahne in die Hand drückte.
Bild: Erich Echter

Der Seelsorger der Sielenbacher Wallfahrtskirche Maria Birnbaum lobt Freibier aus. Doch als Gegenleistung erwartet sich der Geistliche auch etwas.

Einen gewagten Scherz hat sich der Seelsorger der Sielenbacher Wallfahrtskirche Maria Birnbaum bei der Fahnenweihe des dortigen Burschenvereins erlaubt. Pater Michael ließ drei Burschen die Augen verbinden und eine Fahne von Borussia Dortmund hochhalten. Mit dieser Aktion wollte er für Toleranz werben und verdeutlichen, dass der Dortmund-Fan genauso viel wert ist wie der Bayern-Fan.

Dass der 43-jährige Pater selbst Dortmund-Fan ist, versteht sich beinahe von selbst. Überhaupt ist der gebürtige Belgier der Meinung, dass Jesus – würde er in der heutigen Zeit leben – häufig Gleichnisse mit Fußball verwenden würde, um den Glauben zu erklären. Oder mit Fabrikarbeitern. Pater Michael versucht, die Theologie in den Alltag hinein zu versetzen. So ist es auch zu erklären, dass er bei besagter Fahnenweihe 100 Liter Freibier für den Burschenverein ausgelobt hat. Dieser bekommt das Geschenk aber nur, wenn bis Jahresende stets fünf Burschen und zwei Festdamen zum Sonntagsgottesdienst kommen. Für 2016 schwebt dem Wallfahrtsseelsorger eine Rockmesse im Klostergarten mit Weißwurstfrühstück vor.

In seiner Freizeit malt der Pater abstrakte Bilder

Pater Michael hat erst mit 29 Jahren Theologie studiert. Davor arbeitete er zehn Jahre als Erzieher und Heilpädagoge im Kindergarten. Der Umgang mit schwer behinderten Kindern hat ihn zum Glauben gebracht. Im Studium stieß er auf den Deutschen Orden, dem er seit 2004 angehört. Seit sieben Jahren wohnt er im Kloster in Sielenbach. In seiner Freizeit ist er viel mit seinem Hund, einem Beagle, unterwegs und malt abstrakte Bilder.

Auch weil er gerne in Jeans herumläuft, gilt der Ordensbruder als sehr liberal. Dem Pater gefällt dieses Schubladendenken nicht: „Es gibt so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt und ebenso viele unterschiedliche Priester.“

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