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Roggenburg/Weißenhorn
14.03.2020

Der Familienstützpunkt erhält eine Förderung für zwei weitere Jahre

Gabriele Scheppach (links) steht im Familienstützpunkt Weißenhorn den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite.
Foto: Archivfoto Andreas Brücken

Roggenburg und Weißenhorn sagen Unterstützung für die Einrichtung bis Ende 2022 zu. Die Leiterin berichtet, wer die Angebote wahrnimmt.

Die Gemeinde Roggenburg wird sich weiterhin am Unterhalt des Familienstützpunkts in Weißenhorn beteiligen. Nach dem Beschluss des Gemeinderats geht die Förderung nun bis zum Jahresende 2022. Gestartet ist die Einrichtung in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund im September 2018.

Stützpunktleiterin Gabriele Scheppach berät in Einzelsprechstunden, sie bietet aber auch offene Treffen für Eltern, organisiert Workshops oder Informationsabende zu Erziehungsthemen. Mittlerweile habe sich eine gute Kooperation mit den Roggenburger Kindertagesstätten etabliert, berichtete die Leiterin. Außerdem gebe es nun monatliche Beratungen für Familien aus Roggenburg, die persönlich, per Telefon oder per E-Mail erfolgen können.

Eltern aus der Unterschicht wagen sich kaum an die Beratung

Bürgermeister Mathias Stölzle sagte: „Die Zeit ist noch nicht lang, wir sollten noch einmal eine Praxisphase folgen lassen.“ Die Arbeit sei grundsätzlich zu unterstützen, sagte auch Joachim Graf. Georg Moll interessierte, wie viele Roggenburger die Einrichtung in Anspruch nehmen. Das aber durfte Scheppach aus Datenschutzgründen nicht sagen. Bei den Beratungen gehe es aber häufig um finanzielle Notlagen, die etwa durch Trennung oder Scheidung entstanden sind. Am ehesten suchten Familien aus der Mittelschicht von sich aus ihre Hilfe, sagte die Expertin. Eltern aus der Unterschicht wagten sich kaum an die Beratung und würden vielmehr von anderen Behörden an den Stützpunkt weitervermittelt.

Auch der Weißenhorner Stadtrat hat sich einstimmig für eine weitere Unterstützung des Projekts ausgesprochen, sofern drei der bisher vier beteiligten Kommunen dabei bleiben. Neben Roggenburg und Weißenhorn sind das noch Pfaffenhofen und Holzheim. CSU-Stadtrat Franz Josef Niebling zufolge will auch der Landkreis bis Ende 2022 wieder Fördermittel bereitstellen.

Darüber hinaus hat der Roggenburger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung weitere Beschlüsse getroffen. So werden die Jagdgenossenschaften die Feldwege im Gemeindegebiet künftig selbst pflegen. Die Räte stimmten dem Vorschlag zu, den Unterhalt für die Wege an die fünf Jagdgenossenschaften zu übertragen. Die Regelung gilt aber nicht für ausgewiesene Rad- und Wanderwege.

Der Roggenburger Gemeinderat hat noch weitere Beschlüsse getroffen

Angeregt hatten die Gemeinderäte die Neuregelung bereits 2019. Die Jäger verpflichten sich in der mit der Verwaltung bereits ausgearbeiteten Vereinbarung dazu, die Feldwege mit Rückschnitt, Entwässerung oder dem Ausbessern von Schäden in Form zu halten. Für dazu notwendige Ausgaben stehen ihnen Budgets aus dem Gemeindehaushalt zur Verfügung, die nach erfolgter Maßnahme abrufbar sind. Insgesamt sind rund 25000 Euro dafür eingeplant. Die neue Regelung gilt bis Ende 2024.

Zugestimmt hat der Gemeinderat dem Bau einer Fluchttreppe am Haus der Raiffeisenbank Mittelschwaben. Die Treppe ist nach den aktuellen Brandschutzbestimmungen notwendig, weil sich im Obergeschoss ein Tagungsraum befindet, in dem bis zu 30 Personen geschult werden. Aufgefallen war die Änderung im Zusammenhang mit Plänen für Renovierungsarbeiten am Haus.

Ebenfalls befürwortet hat das Gremium den Bau eines Gärrestelagers bei Ingstetten. Durch das zu einer bestehenden Biogasanlage gehörende Lager sei keine zusätzliche Geruchsbelästigung zu erwarten, war sich Bürgermeister Stölzle sicher. Da sich die Anlage aus Stahlbeton im Boden befinde, habe sie auch keine Auswirkungen aufs Landschaftsbild. Vor einem Auslaufen der Gärreste im Schadensfall schützt den Planungen zufolge ein neu gebauter Havariewall. In der Biogasanlage nutzt der Besitzer im eigenen Betrieb anfallende Rindergülle und Mist zur Erzeugung von Energie. (mit jsn)

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