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Karl-May-Festspiele

28.05.2015

So atemberaubend geht Fred Rais Lebenswerk weiter

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Die Karl-May-Festspiele gehen auch nach dem Tod von Fred Rai weiter.
Bild: Fred Schöllhorn

Vieles ist bei den Karl-May-Festspielen wie immer – und trotzdem ist es heuer ganz anders: Nach dem Tod von Fred Rai musste nicht nur die Rolle des Bösewichts neu besetzt werden.

In vier Wochen starten die Süddeutschen Karl-May-Festspiele in die neue Saison. Mit einer Neuinszenierung des „Schatz im Silbersee“ führen Regisseur Peter Görlach und das Team der Western-City das Lebenswerk des im April bei einem Ausritt ums Leben gekommenen Gründers Fred Rai fort.

„Es ist eigentlich wie immer, aber trotzdem ist es ganz anders.“ Mit diesen Worten überschrieb gestern Sprecher Volker Waschk die Präsentation für die Karl-May-Festspiele 2015. Wieder einmal hätte Fred Rai als Intendant den Bösewicht gegeben. Letztes Jahr, zum 25. Jubiläum seiner Westernstadt und zum Zehnjährigen der Festspiele trat er in Winnetou I als skrupelloser Geschäftemacher auf. Heuer wollte Rai den Colonel Brinkley verkörpern. Dazu sollte es nicht mehr kommen. Der „Dasinger Cowboy“, der sein Leben dem Wilden Westen gewidmet hatte, starb im April im Alter von 73 Jahren.

Sein Lebenswerk aber soll in Ehren gehalten und fortgesetzt werden. Für den „Schatz im Silbersee“ hat die Western-City einen neuen Bösewicht gefunden: Schauspieler Peter Bechtel wird in die Rolle des Colonel Brinkley schlüpfen. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, auch wenn der Anlass ein sehr trauriger ist“, sagte Bechtel, der im Fernsehen unter anderem im „Tatort“, in „Derrick“ und „Der Alte“ sowie auf fast allen Freilichtbühnen in Deutschland und Österreich zu sehen war. Er spielte Banditen, Indianer, Piraten, Kreuzritter.

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In Dasing will er nicht „Fred Rai als Colonel Brinkley“ spielen, sondern die Rolle auf seine Weise auslegen. Ebenfalls neu im Ensemble ist Schlagersängerin und Schauspielerin Claudia Jung. Für die 51-Jährige, die auch als Politikerin schon im Landtag saß, war es wieder „die Freude am Neuen und Ausprobieren“, die sie bewogen hat mitzuspielen. Als Kate Edwards wird sie die zwielichtige Schwester von Fred Engel sein, die nur persönliche Ziele verfolgt und mit Colonel Brinkley gemeinsame Sache macht.

Pyrotechnik verspricht atemberaubende Höhepunkte

Ansonsten kann Regisseur Peter Görlach, der selbst als Ovuts-avath – der „Große Wolf“ – auf die Bühne tritt, auf das bewährte Team zurückgreifen. Von Anfang an dabei ist Winnetou Matthias M., seit fünf Jahren spielt Helmut Urban den Blutsbruder Old Shatterhand. In weiteren Rollen treten Peter Winklmeier, Volker Waschk, Michael Englert, Swetlana Gerkhardt, Marco Mayer, Manfred Wolf, Thomas Wenger, Gisela Böhnisch, Björn Trenner, Eva-Maria Löpsinger, Petra Laschner, Jörg Richartz und Jasmin Auner auf. Dazu kommen viele Statisten, sodass insgesamt 80 Darsteller auf 25 Pferden mitwirken. „Der Schatz im Silbersee“ kommt in einer völlig neuen Inszenierung auf die Bühne. Görlach setzt auf Spannung: Ausgebaut wurden die Kampf- und Stuntszenen und die Pyrotechnik verspricht atemberaubende Höhepunkte.

Premiere ist am 27. Juni. Wie immer haben sich mehrere Ehrengäste angesagt. Hermann Giefer, der zurzeit in der Fernsehserie „Dahoam is dahoam“ als Brauereichef Martin Kirchleitner zu sehen ist, hatte in den 80er und 90er Jahren mehrfach bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg an der Seite von Pierre Brice den Old Shatterhand gespielt. Kommen will er zusammen mit etlichen Fernseh-Kollegen.

Premiere von „Der Schatz im Silbersee“ in der Western-City Dasing ist am Samstag, 27. Juni, 18 Uhr. Danach gibt es bis zum 20. September jeden Samstag zwei Vorstellungen um 16 und 20 Uhr und jeden Sonntag um 17 Uhr. Gespielt wird bei jedem Wetter, die Zuschauer sitzen auf einer überdachten Tribüne. Die Western-City liegt an der A-8-Ausfahrt Dasing. Die Parkplätze sind kostenlos.

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