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Flughafen München

14.11.2018

Warum die Hallentore für den A380 ein Loch bekommen

Das Flugzeug steht im Warmen, die Heckflosse ragt ins Freie.
Bild: Alex Tino Friedel/Flughafen München GmbH, dpa

Der Riesen-Airbus A380 ist zu groß für die Wartungshalle am Münchner Flughafen. Aber Not macht erfinderisch.

Ist da was schiefgegangen? Oder warum steckt das Flugzeug in einem geschlossenen Hallentor fest? Und warum ragt das Hinterteil der Maschine ins Freie? Der Grund für diesen lustigen Anblick ist einfach. „Damit den Flugzeugmechanikern im Winter nicht die Finger abfrieren“, sagt Horst Jahnke. Denn als die Wartungshallen im Erdinger Moos gebaut wurden, bevor der Münchner Flughafen im Mai 1992 in Betrieb ging, „hat noch kein Mensch gedacht, dass es jemals so riesige Flugzeuge geben wird“, sagt der Flughafen-Sprecher.

Riesige Langstrecken-Flugzeuge wie den Airbus A380, das derzeit größte zivile Verkehrsflugzeug der Welt, in das bis zu 852 Passagiere hineinpassen. Und da die Lufthansa mit Beginn des Sommerflugplans im März diesen Jahres fünf der Riesenvögel von Frankfurt zum Drehkreuz München verlegt hat, müssen die jetzt auch hier gewartet werden – wenn sie nicht gerade nach Hongkong, San Francisco oder Miami oder von dort zurück nach München unterwegs sind. Nur: Die Wartungshalle ist 22 Meter hoch – und damit gut zwei Meter zu niedrig für die Heckflosse des A380.

Damit es nicht zieht, dichtet ein Luftschlauch das Loch ab

Und weil ein neuer Hangar teuer ist und nicht so schnell gebaut werden könnte, haben sich die Konstrukteure eine praktische Lösung einfallen lassen und in vier Wochen Bauzeit neue Schiebe-Tore mit einem Loch in der Mitte montiert. „Eine kreative Konstruktion“, wie Flughafen-Sprecher Jahnke es nennt.

Der A380 steht bei den regelmäßigen Checks, die bisher bei offenen Toren durchgeführt werden mussten, jetzt in die Halle im Warmen. Die Heckflosse bleibt an der frischen Luft. Und damit’s nicht zieht, umschließt ein Luftschlauch den Rumpf des Flugzeugs. Den Maschinen würde die Kälte im Winter übrigens nichts ausmachen, die fliegen ja auch bei minus 60 Grad. Den Mitarbeitern der Flugzeugtechnik aber sehr wohl.

Der Airbus A380, diese dickbäuchige, beeindruckende Riesen-Maschine mit den zwei durchgängigen Passagierdecks, kann am Stück 15200 Kilometer weit fliegen. Seit dem Erstflug 2005 wurden beim Flugzeugbauer Airbus 337 Flugzeuge dieses Typs bestellen, 14 davon von der Lufthansa.

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